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Obwohl am Morgen schon eine schöne Welle lief, als wir bei der Station ankamen, schloss ich mich den anderen Dreien nicht zu einer ersten Wellenreitsession an – der Muskelkater war noch zu stark und das Ego wegen des Misserfolgs am Vortag etwas angeknackst. Im Verlauf des Tages nahm der Wind dann etwas zu, sodass ich mir am Nachmittag kurz überlegte das 9.2er zu riggen und Dom an einer Kitesession rumstudierte. Schlussendlich kamen wir aber beiden Entschluss, dass es nicht reichen würde. Gegen Abend grassierte dann nochmals das Wellenreit-Virus und als sowohl Sebastian als auch Moises sagten, sie kämen mit aufs Wasser, blieb auch für mich nichts anderes übrig, als wieder mit rauszugehen. Diese Gelegenheit nutze ich, um ein anderes Brett der Station zu probieren. Damit erging es mir ein Stück besser als mit dem Fanatic am Vortag. Einmal gelang es mir sogar, kurz zu stehen – wobei ich dabei schier Bimbo überfahren hätte! Ich hing dann aber auch lange Zeit im brechenden Teil der Wellen fest und kam fast nicht mehr raus ins Line-Up, bis mir Didier zuwinkte, ich solle auf seine Seite kommen. Er hatte nämlich einen kleinen Chanel gefunden, an dem nur sehr wenige Wellen brachen und man viel leichter und effizienter rauspaddeln konnte – tja, Anfängerfehler halt! Ziemlich entkräftet, schaffte ich es dann, nochmals 2-3 Wellen anzupaddeln, bevor Ende Feuer war.
Fazit für mich ist, dass ich mit dieser Sportart (zumindest momentan) auf Kriegsfuss stehe: Ich bin überzeugt, dass, wenn ich endlich einmal auf diesem (blöden) Brett stehen würde, mir das Abreiten aufgrund meines Könnens im Windsurfen und vor allem Snowboarden wohl noch gut gelingen würde, ich es gar nicht erst auf das Brett schaffe.
Raoul
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