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Zürichsee-Zeitung linkes Ufer

24.08.2005
Zürichsee-Zeitung linkes Ufer
Mittwoch, 24. August 2005
Wind und Wellen auf der Spur
Wädenswil Simon van Grieken ist Surfer aus Leidenschaft ? auf dem Wasser und im Internet Seine Freizeit widmet Simon van Grieken dem Windsurfen. Durch die Gründung der Internetseite «soulrider.ch» hat er einen Weg gefunden, sich auch an Land mit seinem Hobby zu beschäftigen.
Zürichsee-Zeitung linkes Ufer | Soulrider.com

SCHLAGZEILEN
Anja Müller
Hauptsache, surfen: Soulrider alias Simon van Grieken in Aktion. (zvg)
Simon van Grieken ist süchtig. Süchtig nach dem Sport, der die Elemente Wind und Wasser in sich vereint: Windsurfing. «Surfen tut man nicht, man lebt es», weiss der Wädenswiler, der dem Surfen bereits mit 13 Jahren verfallen ist. Ob Sommer oder Winter, ob in der Schweiz oder im Ausland ? der 27-Jährige steht wann immer möglich auf seinem Brett und versucht, die Kräfte der Natur zu bezwingen.

«Es ist mir egal, wie weit ich dafür fahren muss, Hauptsache, ich kann surfen. Aus diesem Grund beobachte ich während der Woche jeweils die verschiedenen Wetterkarten und entscheide mich auf Grund der Windverhältnisse, wo es am Wochenende hingeht.» Dies könne der Boden- oder der Neuenburgersee, aber auch der Lago Maggiore oder der Comersee sein. Die zum Teil stundenlangen Anreisen und den finanziellen Aufwand nimmt Simon van Grieken dabei gerne in Kauf. Denn, «das Gefühl, das ich beim Surfen verspüre, trägt mich danach die ganze Woche», sagt er.

Viel positives Echo

Um die für den Surfer zum Teil unendlich lange Zeit ohne Wind und Wellen zu überbrücken, hat der Shipping Coordinator vor rund vier Jahren einen Weg gefunden, sein Hobby ins Trockene zu verlegen: «Als völliger Anfänger begann ich damals, mir eine eigene Surf-Homepage zu basteln. Mit der Zeit wurde diese jedoch immer umfangreicher und stiess in der Schweizer Surfszene auf viel positives Echo.» Inzwischen hat sich die Internetseite «soulrider.ch» zur grössten und bekanntesten Windsurfplattform der Schweiz gemausert und findet auch über die Grenzen des Kontinents hinaus grosse Beachtung.

Momentan besuchen monatlich rund 15 000 Surffans aus der ganzen Welt den Wädenswiler im World Wide Web. Und dies aus guten Gründen, wie van Grieken erklärt: «Auf soulrider.ch wird regelmässig über die Surfszene der Schweiz und der ganzen Welt berichtet. Während die Berichte und Fotos in den Anfängen alleine von mir waren, hat sich unterdessen eine Eigendynamik entwickelt. Die User selber übernehmen nun den grössten Teil der Seiten-Gestaltung durch die Beiträge, die sie mir liefern.»

Die zunehmende Professionalität der Homepage erforderte natürlich auch laufend tiefere Kenntnisse im Bereich der technischen Umsetzung, in dem Simon van Grieken als Laie relativ schnell an seine Grenzen stiess. Unterstützung bekam er vom Berner Reto Hofstetter, welcher seit zwei Jahren den technischen Teil der Internetseite betreut. Gemeinsam stellen sie heute den Windsurferinnen und Windsurfern einen virtuellen Treffpunkt zur Verfügung.
«Auf diesem Weg möchten wir die Schweizer Windsurfszene zusammenführen, den Surferinnen und Surfern den Service einer umfangreichen Datenbank anbieten sowie neue Leute für unseren Sport begeistern.»

Lohn ist der Westwind

Die fünf bis zehn Stunden Arbeit, die Simon van Grieken pro Woche in seine Website investiert, werden ihm zwar nicht mit Geld entlöhnt ? lediglich die Unterhaltskosten werden durch Bannerwerbung abgedeckt ?, die so erhaltenen aktuellsten Informationen über die Orte mit starkem Westwind oder die Entdeckung neuer Surf-Spots reichen dem Surfer jedoch als Entschädigung: «Finanzieller Gewinn war nie mein Ziel. Meine Philosophie ist es, alle, die sich für Windsurfing interessieren, zusammenzuführen.»

Faszination Welle

Die Freiheit auf dem Wasser, das Erleben der Natur und der freundschaftliche Kontakt zwischen den Sportlerinnen und Sportlern machen für Simon van Grieken die Faszination des Windsurfens aus. Dies sind auch die Faktoren, die ihn in jeder freien Minute an die Gewässer treiben. Den Gedanken, sein Hobby zum Beruf zu machen, habe er allerdings nie gehabt, sagt van Grieken: «Den Stress, gesagt zu bekommen, wie und wann ich zu surfen habe, wollte ich immer vermeiden. Lieber übe ich für mich einen neuen Sprung ein und freue mich, wenn ich ihn nach bis zu 500 Anläufen endlich stehe.»

Sein Umfeld brauche für sein zeitaufwändiges Hobby viel Verständnis, ist er sich bewusst ? und fügt begeistert hinzu: «Meine Freundin hat sich vor sechs Monaten zum ersten Mal aufs Surfbrett gewagt ? und ist glücklicherweise auch schon richtig angefressen.»

Die Internetseite von Simon van Grieken findet man unter www.soulrider.ch.
PDF zum Downloaden: Download >>

Quelle: http://www.zsz.ch



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