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Windsurfen auf Gran Canaria im Februar
23.02.2007
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Gran Canaria lockt sofort den Namen Pozo aus einer Gehirnwindung. Wer aber Ferien in Las Palomas, Playa del Inglés, Playa Aguila oder Bahia Féliz gebucht hat und keinen fahrbahren Untersatz mitführen möchte, der sollte sich anderweitig umsehen, denn Pozo, ebenso die etwas nördlich davon liegenden Spots Arinaga und Vargas, sind zwar mit Busverbindungen zu erreichen, aber Playa Aguila und Bahia Feliz erreicht man sogar zu Fuss (15-30 Minuten) von San Agustin, wo wir auf der hohen Klippe nach einem Hotelwechsel eine gute Unterkunft fanden.
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Die Station von Dunkerbeck an der Playa Aguila liegt eine Busstation von San Agustin und ist, wie gesagt, zu Fuss leicht zu erreichen, entweder etwas von der Küste weg oder direkt der Küste entlang mit 150 Treppenstufen von San Agustin die Klippe runter und dann erst mal wieder ein Stück bergauf, ebenfalls mit vielen Treppenstufen. Gut fürs Aufwärmen.
Ich entschied mich schliesslich für die etwas weiter entfernte Station von Mistral in Bahia Feliz, da ich mir den Shorebreak bei Dunkerbeck mit den berühmten Kugelsteinen etwas zu gross vorgestellt hatte. Dagegen bietet Bahia Feliz einen einfacheren Einstieg, allerdings auch Windabdeckung über die ersten 50-100 Meter, was mir besonders mit kleinem Material mühsames Rausschwimmen bescherte. Kugelsteine auch hier, aber kleiner und viel Sand dazwischen. Einmal draussen, trifft einen sofort die Kraft des Passatwindes. Und wenn der sich so richtig entwickelt hat, ist auch die Welle erst mal gewöhnungsbedürftig für Oldies wie mich, während die Jungs von der Station, Hannes und Peter, damit überhaupt kein Problem hatten.
Gelegentlich kann man den Nordostpassat weit draussen an den Wellen erkennen, nämlich dann, wenn er zu nördlich einfällt und dann für gute Bedingungen in Pozo und die erwähnten nördlichen Spots sorgt. So lag die Ausbeute bei 9-10 Tagen gutem Passat in 3 Wochen. Dazu kommt bei den erwähnten Bedingungen gelegentlich eine thermische Südströmung, die an guten Tagen bis zu 4 Bft erreichen kann.
Die Statistik spricht von 18-20 Windtagen über 4 Bft zu dieser Jahreszeit in Bahia Feliz, mit Lufttemperaturen von 22-24 C° und Wasser-temperaturen von 19-20 C°. Eigentlich ist hier Regenzeit im Januar und Februar, aber davon spürten wir nur anfangs etwas. Es sollte aber Starkwindsurfer nicht von einem Besuch zu dieser Jahreszeit abhalten, denn Stürme und grosser Swell gehören auch dazu. Und wie man mir versicherte, hatte es der Januar in sich.
Natürlich war ein Besuch des mythischen Pozo Pflicht.
Erst mal an einem Schwachwindtag, einfach so, weil nicht viel anderes vorlag. Und das war ohne Auto gar nicht so ohne. Bis El Doctoral, wo Peter Thommen jetzt shapt, kommt man mit diversen Buslinien recht schnell, danach gibts etwa jede Stunde einen Bus nach Pozo Izquierdo, wie der Ort genaugenommen heisst. Hatte man uns aber nicht gesagt, sondern uns ein Taxi empfohlen. Kam aber keins. So machten wir uns zu Fuss auf den Weg, in der Hoffnung, unterwegs eins zu erwischen. War aber nichts. Damit hatten wir Zeit, die hässliche Umgebung zu betrachten. Ringsherum Windräder zur Stromerzeugung, dazwischen Halbwüste und jede Menge plastikbedeckter Bananen- und Tomatenkulturen. Südlich eine grosse Industrieanlage mit einem grossen Kamin.
Pozo selbst ist ohne Wind tot. Eine Bar und zwei Restaurants, kaum ein Mensch zu sehen, zwei Surfshops, die auch Material vermieten und das Dorf, in dem kaum einer zu wohnen scheint. Die Infrastruktur für die Surfer ist allerdings beeindruckend. Rechts das internationale Windsurfcenter mit Restaurant und Swimmingpool etc. In der Mitte oberhalb der Bucht eine grosse Bronze mit einer Windsurferin. In der Bucht zwei schöne Rampen zum Wasser und betonierte Zuschauerplätze. Oben grosse Parkplätze und sogar eine grosszügige Anlage zum Waschen der Segel (funktioniert aber nicht mehr, weil sie auch zum Autowaschen benutzt wurde).
Ganz anders an einem moderaten Passatwindtag mit zu nördlicher Richtung für Bahia Feliz (Der Mistral Club organisiert dann Ausflüge mit dem Material nach Arinaga). Offensichtlich waren auch einige Locals ausgehungert, denn nebst Orjan Jensen kamen auch die Moreno Sisters und einige weitere E-Nummern aufs Wasser. Trotz der moderaten Welle konnte man einiges an Manövern bestaunen (Forward und Backloops, Ponches und so manches mehr). Auch einige Schweizer waren auf dem Wasser, insgesamt etwa 35-40 Surfer, mehrheitlich mit Segeln um die 4 m2, die in der kleinen geschützten Bucht blieben.
Pozo lebt, aber nur wirklich, wenn der Wind mitmacht.
Natürlich gibt es weitere Spots (Spotnetz.de). Kiter sah ich am Sandstrand vor Playa del Inglés und an der Spitze der Dünen von Las Palomas.
Heinz Beck
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 | | Pozo |
 | | Pozo bei moderaten Bedingungen. Der Fahrer mit dem roten Segel links fährt tolle Ponchs im Uferbereich |
 | | Pozo Zuschauertribüne und Windsurfcenter |
 | | Iballa Moreno mit neuen Klebern und neuer Brettmarke |
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 | | Bahia Feliz Situationsplan |
 | | Station Bahia Feliz bei Südwind |
 | | Playa Aguila und Klippe von San Agustin |
 | | Blick von San Agustin Richtung Norde |
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Kommentare zur News-Meldung
| Ergänzung | Diverse Spots von Gran Canaria sind auch auf Soulrider unter den Surfspots zu finden...
Super Bericht! Gruss, Reto | | Reto, 24.02.07 - 14:16 |

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