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Windsurf.ch / Engadin Wind Silvaplana 2004 vom 7. bis 15. August 2004

17.08.2004
Hervorragende Leistungen der Schweizer Windsurfer gegen internationale Gegner und Weltklassefahrer. Die besten Resultate in Kürze: Baptiste Beer (Fanatic/)aus Neuchâtel grosser Sieger im Slalom Andrea Colombo(-/Neil Pryde) Ueberzeugender Sieger beim Masters und beim Marathon in der Masters Klasse. Daniel Aeberli (F2/North) aus Erlenbach Dritter im Marathon bei der Elite und Dritter im Slalom Boris Wirth (F2/North) aus Arni Sechster im Marathon bei der Elite Steve Christen (Fanatic/Naish) aus Schneisingen und Pesche Vogt (F2/Arrows) aus Hünibach im geteilten ersten Rang mit 6 weiteren Fahrern im Freestyle. Kurt Imhof (Mistral/North)aus Niederwil Dritter bei den Grandmastern im Marathon. Mario Ballabio(F2/North) aus Thalwil Dritter beim Marathon in der Masters Klasse. Peter Keller Starboard/Neil Pryde) aus Dietikon, Sieger der Super Grand Masters Bruno Steinegger (Starboard/Neil Pryde) aus Volketswil, Rang 2 SGM Paul Schmid (-/Severn) aus Volketswil, Rang 3 SGM vor vier deutschen Teilnehmern, gefolgt vom ältesten Teilnehmer, Hans Glanzmann aus Nottwil (Mistral/North), der den Berichterstatter noch deutlich geschlagen hat.
Windsurf.ch / Engadin Wind Silvaplana 2004 vom 7. bis 15. August 2004 | Soulrider.com

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Alex Humpel / swiss-image.ch/Photo by Andy Mettler

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swiss-image.ch/Photo by Andy Mettler

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Andra Rosati / swiss-image.ch/Photo by Andy Mettler

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Andy Pusch / swiss-image.ch/Photo by Andy Mettler

In Silvaplana trafen sich nach dem Kitesurfen (siehe www.engadinwind.com) die Windsurfer zu mehreren Wettkämpfen in verschiedensten Altersklassen.

Zum TCS Cup zählte der Marathon, der am letzten Tag bei schönstem Wetter, aber spät einsetzendem Malojawind in gekürzter Version ausgetragen wurde. Die Teilnahme von Finian Maynard, Speedweltrekordhalter seit Ende letzten Jahres, Sam Ireland aus Kanada und Yuji Sugihara aus Japan, alle drei im Weltcup aktiv,
liess einen spannenden Vergleich mit unseren Fahrern erwarten.
Und der viel nicht schlecht aus: Daniel Aeberli (F2/North) verlor gerade mal 2 Minuten auf den Sieger Maynard (F2/Naish) und Boris Wirth aus Arni (F2/North) hielt mit 4 Minuten Rückstand ebenfalls an vorderster Position mit. Damit lagen die beiden Schweizer in der Schlussabrechnung auf den Plätzen 3 und und 6 bei den Elitefahrern, die im englischen Sprachgebrauch als ?Juniors? (Jahrgang 1986-1970) bezeichnet werden.

(Eine kleine Episode aus dem Rennen: Als Berichterstatter fahre ich immer etwas langsamer als die andern, um den Ueberblick zu haben und die Fahrer zu beobachten!!. So kam ich nach einem etwas hohen Schlag zum Wald mit Vollspeed (echt wahr) erstmals zur Luvtonne, wo gerade die Spitze mit Finian Maynard und Sam Ireland die zweite Wende an der Luvtonne abgeschlossen hatte. Sam Ireland schaute mehrmals zurück,
um den plötzlich aufgetauchten unbekannten Gegner zu identifizieren, beruhigte sich aber sichtlich, nachdem ich meine Halse an der nächsten Tonne ins Wasser gesetzt hatte.

Weitere Spitzenleistungen von Schweizern wurden erreicht durch Andreas Näf aus Tägerschen (Starboard/Severn) auf Platz 11 mit 6 Minuten Rückstand, Rekrut Valentin Zwygart (Fanatic/Naish) aus Neuchâtel auf Platz 13 mit 10 Minuten Rückstand und dem einzigen Mistral One Design Fahrer Jan Schenk aus Stetten, der wahrscheinlich die grösste Pumparbeit des ganzen Feldes geleistet hat. Dass die Erfahrung viel zu bedeuten hat, zeigten neben den Italienern Luis Marchegger(F2/) und Giovanni Franchini (Starboard/Neil Pryde), beide Grandmaster, auch Andrea Colombo (/Neil Pryde) aus Lugano, Sieger bei den Masters, Mario Ballabio (F2/North) aus Thalwil, dritter bei den Masters und Kurt Imhof (F2/North), dritter bei den Grand Masters, die alle deutlich unter 40 Minuten für die drei Runden benötigten und etliche Elitefahrer hinter sich liessen. Bei den Super Grand Masters siegte Peter Keller (Starboard/Neil Pryde) aus Dietikon vor Bruno Steinegger (Starboard/Neil Pryde) aus Volketswil und Paul Schmid (/Severn), ebenfalls aus Volketswil.

Das Damenfeld war gegenüber früheren Jahren deutlich kleiner und bestand aus den beiden Schwestern Carmen und Sara Imhof aus dem Aargau, beide mit Mistral/North unterwegs. Beide erreichten gute Zeiten mit 10 (Carmen) und 16 Minuten Rückstand auf den Sieger.
Die ganz Jungen konzentrierten sich hauptsächlich auf die Formula J, so dass nur zwei Fahrer, Sebastian Kördel und Florian Bandel aus Deutschland mit guten Zeiten klassiert waren.

Mit dem wechselhaften Wetter und oft unkonstanten Windverhältnissen war die Durchführung des Freestyle-Wettbewerbs im Rahmen der EFPTour nicht einfach und konnte letzten Endes nicht bis zum Finale geführt werden. Am ersten Wettkampftag konnte man hochkarätigen Freestyle der europäischen Spitzenfahrer sehen, zu denen auch einige Schweizer gehören. Steve Christen (Fanatic/Naish) aus Schneisingen und Pesche Vogt (F2/Arrows) aus Hünibach setzten sich am besten in Szene und verblieben im geteilten ersten Rang mit 6 weiteren Fahrern. Florian Jauch aus Flüelen (F2/Arrows) kam eine Runde weiter, während die übrigen SchweizerInnen in der ersten Runde gegen starke Konkurrenz ausschieden. Florians Freund Sandro Mattli aus Flüelen konnte nicht teilnehmen, liegt er doch nach einem schweren Unfall im Spital. Wir wünschen ihm gute Besserung und hoffen, dass die Aktuell-Leser ihn per SMS oder email aufzumuntern wissen.

Und beinah hätte ich den Anlass vom Freitag vergessen; Die Masters, die Regatta der Herren ab 35 Jahren. Herren und Damen brauche ich nicht zu sagen, denn es war meines Wissens erstmals seit 5 oder 6 Jahren keine Dame dabei. Der Wind war sehr wechselhaft, mal gar nichts, mal schöne Böen. Aber ehrlich, die Fahrer mit Erfahrung schafften mehr oder weniger den Parcours ohne viel zu parken, während ältere wie ich, die das Anpumpen nicht mehr als Lebensinhalt sehen und auch den Wind nicht so genau einzuschätzen wissen, doch lange im Startbereich herumstanden. Drei Läufe wurden gestartet und zwei konnten fertig gefahren werden. Gesamtsieger wurde auch hier Master Andrea Colombo aus Lugano vor Luis Marchegger aus Italien und dem Oesterreicher Dieter Walter, wobei die zwei letzteren bereits den Grand Master Status haben. Karl-Heinz Bahmann und Martin Bornhäuser erreichten die Ehrenplätze bei den Masters hinter Colombo. Kurt Imhof holte den dritten Platz. der Grand Masters. Bei den SGM?s, den Supergrandmastern, siegte Volketswil mit Bruno Steinegger vor Paul Schmid, dahinter Franz Larch aus Deutschland, der auf das Raceboard gesetzt hatte und damit meist richtig lag.

Aehnliche Verhältnisse wie beim Freestyle machten auch den Ablauf des Downwind Slaloms schwierig. Das für Zuschauer und Akteure interessante Geschehen lief in Gruppen von 8 oder 9 Fahrern ab, wobei die ersten drei in die nächste Runde kamen und nach dem Final mit einer neuen Auslosung der Teilnehmer wieder gestartet wurde. Baptiste Beer aus Neuchâtel (Fanatic/) holte sich mit einem Finalsieg und einem Platz im zweiten Final (der schliesslich nicht mehr zustande kam) den Sieg vor dem Weltcupfahrer Yuji Sugihara und Daniel Aeberli (F2/North). Weitere gute Platzierungen wurden von Mario Ballabio (F2/North) mit Rang 5 und von Regattaleiter Christian Müller (F2/North) mit Rang 9 erreicht. Den überzeugten Wellen- und Freestyle-Fahrer Pesche Vogt (F2/Arrows) sah man wohl erstmals bei einem Slalom. Er kam hinter Daniel Baer (F2/Arrows)mit Rang 14 auf den 16. Rang. Gewaltig gut mit Rang 12 schlug sich Supergrandmaster Bruno Steinegger (F2/Neil Pryde), den man einige Jahre nicht mehr in der Regattaszene gesehen hatte. Josh Stone, als Freestyle-Richter gekommen, liess sich ebenfalls zur Teilnahme entschliessen und kam mit geliehenem Material von JP/Neil Pryde erstaunlich gut durch die Läufe (Rang 19). Damen waren keine am Start. Mutig die Teilnahme des kleinen Eric Guggi, der sicher bald von sich hören lassen wird, wenn er so weitermacht.

Und damit sind wir bei den Rennen der ?Kleinen?, wobei bei dieser Formula J FahrerInnen bis U21 mit unterschiedlich grossen Segeln dabei sein können. Dazu gehören die bereits gefährlich starken Fahrer wie Fabian Mattes, Florian Bandel und Sebastian Kördel aus Deutschland, die die Spitzenplätze belegten. Gleich hinter ihnen die Thurgauerinnen Susanne und Sarah Näf und 3 Plätze weiter der erwähnte Eric Gucci. Die Läufe der Kleinen wurden bereits etwas gestört durch die Startvorbereitungen eines grossen Seglerfeldes. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass bis zu diesem Zeitpunkt (16.00) die letzte Startmöglichkeit für den Marathon vorgesehen war. Es wäre zu wünschen, dass in Zukunft solche Ueberschneidungen von Regattabewilligungen vermieden werden können. Damit wünschen wir dem Engadinwind 2005 viel Erfolg, mit einem neuen Olympiabrett wieder mehr Teilnehmer und noch viel, viel mehr Wind und danken den Organisatoren für den grossen Einsatz.
Heinz Beck

Ranglisten unter: www.windsurf.ch

Partypix on: HERE
Bericht von: Mr.Soulrider

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