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West Oz Part 2
11.12.2004
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Florian SöhnchenG-783 & Chris Hafer (G-99)
Reisebericht aus West Australien.
Keineswegs überdrüssig der wunderbaren Wasserfarben, der perfekten Freestyle-Bedingungen in der Bucht und der masthohen, leeren Wellen am Riff vor Lancelin, machten wir uns auf den Weg in Richtung Norden, um die dort gelegenen Spots zu surfen. Zwingendes Muss bei einer Fahrt durch Australien:
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| Ein Eski (austr.: Kühlbox),
ein voller Tank und viel Geduld. Angesichts der scheinbar endlosen Weiten,
durch die sich die Strassen wie mit dem Lineal gezeichnet hindurch ziehen
und der Distanzen zwischen den Spots ist das Autofahren auch eine mentale
Herausforderung. Hinzu kommt die nicht zwingend intelligente Straßenführung.
Aus unerfindlichen Gründen führt die Hauptstrasse meist durchs
Inland, weite Umwege zu den Spots an der Küste sind daher unvermeidbar. |
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| Quasi einen Stopp-Over legten
wir ca. 150km nördlich in Cervantes ein, einem Fischerdorf noch kleiner
als Lancelin. Dort liegt das Riff weiter vor der Küste, damit eigentlich
eine perfekte Bucht zum Freestylen, mit absolut beeindruckenden Wasserfarben...
und Giftschlangen als Empfangskomitee. Aber der Windgott kümmerte sich
nicht um die Statistiken, die besagten, das der März eher schwachwindig
ist - ein 3,7er wäre gut gewesen, aber wir hatten ja nur das notwendigste
Material durch den Check-In bekommen. |
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| Bei diesen
Bedingungen, mit dem 4,2er voll am Anschlag, entpuppte sich der nette
Freestylespot als absolute Waschbrettpiste und irgendwelche Manöverversuche
als sportliche und vor allem auch meist feuchte Angelegenheit.
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| Gut durchgerüttelt ging es dann zum touristischen
Highlight bei Cervantes, den Pinnacles. Ein wüstenähnliches Gebiet,
in dem tausende von seltsamen, an Baumstümpfe erinnernden Kalksteinformationen
stehen. Ein wirklich mystischer Ort, nicht nur für die Aborigines,
insbesondere bei Sunset und Mondaufgang über diesen stummen Wächtern
des Outbacks.
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| Nomen est
Omen, und so befanden wir Hangover Bay als passenden Platz für die
Nacht unter einem Sternenhimmel, fernab von störenden Lichtquellen
der Zivilisation. Das sich Hangover Bay am nächsten Morgen als paradiesische
Bucht entpuppte, bedarf eigentlich keiner gesonderten Erwähnung.
Vorbei an einfallsreich benannten Orten wie Kangaroo-Point ging es dann
zurück auf den State Highway 1, in Richtung Geraldton. |
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| Geraldton,
zweitgrößte Stadt an der Westküste mit 19.881 Einwohnern,
wie das Ortseingangsschild stolz verkündet, bietet neben der üblichen
Infrastruktur gleich 3 Surfspots, Point Moore, Sunset Beach und Coronation.
Letzterer ist der Top Spot und damit auch unsere erste Wahl, perfekt geeignet
fürs Sprungtraining. 30km nördlich der Stadt gelegen und über
eine staubige Piste zu erreichen, reduziert sich dort die Infrastruktur
jedoch wieder auf Wellblech-Plumpsklos, gut bewacht von vielen dicken
Spinnen.
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| Dies lässt sich jedoch angesichts der Bedingungen
leicht vergessen. Ein Riff schirmt einen Flachwasserbereich perfekt ab,
so dass man mit Speed auf die ersten Rampen zuschießt um sich dann
zu überlegen, was man eigentlich mal versuchen könnte... Und endlich
war das 4,7er mal nicht zu groß, einfach perfekte Surfbedingungen. |
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| Leicht fällt man so in
den Rhythmus, den einem Wind und Wellen vorgeben. Man geht bei Sonnenuntergang
schlafen, um von der Sonne wieder geweckt zu werden. Mit nur wenigen Leuten
auf dem Wasser, extrem entspannter Atmosphäre, spektakulären Sprüngen
und mindestens ebenso spektakulären Abgängen. |
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Allein die schrumpfenden Vorräte
zwangen uns nach Geraldton zum Großeinkauf. An dieser Stelle ein dickes
Thanks an die Leute von Telstra, die das Versenden dieser Berichte ermöglichten,
da die Internettechnologie in WA noch nicht zwingen auf dem Standard des
21ten Jahrhunderts ist.
Nachdem wir die Wettervorhersagen gecheckt, den Reservekanister sowie den
Eski gefüllt, und alle Akkus geladen hatten, fühlten wir uns gerüstet
für den Trip nach Norden, zum sagenumwobenen Spot Gnaraloo - es liegt
wieder viel Straße vor uns...
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Sponsoren:
Florian SöhnchenG-783:
Hifly, Sailloft
Hamburg, Pro Limit, Tekknosport, Northcore, WSCD
Chris Hafer (G-99):
Lorch, /Gun/Bayer/Casio
G-Shock/Helly Hansen/Prolimit/Powerbar/Bolle
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