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Vater-und-Sohn-Surftrips
12.09.2006
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Vater-und-Sohn-Surftrips
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Wahrscheinlich sind viele bereits Surfer der zweiten Generation. Ähnlich ist es auch bei mir. Mein Vater surft schon lange und man behauptet, ich hätte irgendwann einmal gesagt, dass ich alles machen möchte, was mein Vater auch macht. Also habe mit 11 Jahren meinen Vater gebeten, mit das Windsurfen beizubringen. Somit bin ich auch hier in seine Fußstapfen oder eher Fußschlaufen getreten. |
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Mein Vater zeigte mir also die Grundlagen des Windsurfens. Es begann mit dem Shotstart. Mit Steuern und Wende kam ich meist auch wieder zurück ans Land. Etwas später konnte mein Dad mir dann den Beachstart, das Trapez- und Schlaufenfahren sowie die ersten Schritte in die Powerhalse zeigen. Es war selbstverständlich, dass man als Sohnemann die kleinen Segel des Vaters bekam oder eben sein altes, ausgedientes Brett übernehmen durfte. Für einen Vater muss es ein tolles Gefühl sein, wenn der Nachwuchs den eigenen Interessen nachgeht. Das war schon schön, als einem der Vater das Surfen beibrachte! |
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Irgendwann kommt dann die Zeit, in der sich der Sohn nichts mehr sagen lässt oder aber der Vater seinem Heranwachsenden nichts mehr beibringen kann und somit schwindet oftmals auch die gemeinsame Zeit auf dem Wasser.
Erst im letzten Jahr kam uns der Gedanke mal wieder einen Vater-Sohn-Surfurlaub zu machen. Mein Vater schlug vor, nach Workum zum Ijsselmeer zu fahren, wo er 1982 seine surferischen Anfänge hatte. |
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Neuen Revieren gegenüber bin ich natürlich auch nicht abgeneigt. Im letzten Jahr hat es uns so gut gefallen, dass wir dieses Jahr gleich wieder dort hin gefahren sind. Ebenfalls als Vater-Sohn-Surfurlaub. Workum ist dafür optimal: mein „alter Herr“ bevorzugt aufgrund der fehlenden Erfahrung in tiefen Gewässern, stehtiefe Reviere, ich finde auf der Sandbank aber auch schöne Sprungschanzen und kann im flachen Bereich Manöver üben. Im Laufe der Zeit hat sich auch das Lehrer-Schüler-Verhältnis umgekehrt.
Möglicherweise liegt es daran, dass ich zwischenzeitlich mehr Zeit auf dem Wasser verbringen konnte. Vielleicht auch, weil ich dann doch lernwilliger bin und regelmäßig Manöver ausprobiere, während mein Vater - wie so viele andere auch - mit langen Geradeausfahrten und „gestandenen“ Halsen zufrieden ist. Ich versuche ihm bei der Halse immer wieder Tipps zu geben, wie z.B. „Lehn dich mehr nach vorne“ oder „Nimm den hinteren Arm dichter“, aber all diese Tipps werden bewusst oder unbewusst überhört...
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Aber das liegt bestimmt nicht daran, dass sich mein Dad in der Pubertät befindet und keine Tipps von seinem Sprössling annehmen will, sondern eher daran, dass sich seine Fahrtechnik in den letzten 15 bis 20 Jahren so eingebrannt hat. Schließlich lernt man mit Mitte 20 auch schneller als mit Mitte 50!
Doch es ist doch eigentlich Nebensache, wie jemand die Halse fährt, oder ob jemand „den Beachstart perfektioniert“, weil er immer wieder neuen Manöver übt. Schließlich kommt es noch immer darauf an, Spaß auf dem Wasser zu haben.
Und es ist doch ein ganz besonderes Schmankerl, mit seinem Vater, der einem vor mehr als 15 Jahren das Surfen beigebracht hat, auch heute noch einen kleinen Surftrip zu unternehmen: Zusammen im Bulli zu campen und nach einem langen Surftag abends beim Bier über den vergangenen Tag und das ausgefahrene Familienduell zu quatschen oder eben ein paar Tipps zur Powerhalse zu geben.
Also, wenn ihr das Surfen früher auch von eurem Vater gelernt habt, was bei einigen wohl der Fall sein wird, dann nehmt euch gemeinsam man ein paar Tage frei und fahrt mal wieder gemeinsam windsurfen. Wie ich finde ist es auf jeden Fall etwas Besonderes. Und ihr oder euer Vater wird davon mit Sicherheit lange erzählen können...
Sören Kuhlmann |
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