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Schweizermeisterschaft
11.07.2006
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Internationale Schweizer- meisterschaft auf dem Silvaplanersee (7. -9. Juli 2006) im Rahmen des TCS Cup
Ueber die ersten zwei Tage der Schweizermeisterschaft auf dem Silvaplanersee haben wir kurz berichtet; Regen fast durchwegs, kein Wind. Am Sonntag war die Engadinerwelt dann wieder in Ordnung. Die Sonne schien, alles trocknete rasch und beim Skippersmeeting schweiften die Blicke bald in Richtung Sils, wo der See schon erste Anzeichen der Windfront zeigte.
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Bald begannen hektische Vorbereitungen und nach einer Wartepause mit etwas schwächerem Malojawind konnte gestartet werden. Drei Läufe mit zwei Runden werden mit kurzen Verschnauf- und Verpflegungs-pausen durchgezogen, wobei doch manchem ein konstantes Durchgleiten schwerfiel, denn der Wind zeigte sich nicht von seiner besten Seite; schöne Böen, dazwischen Löcher, die man entweder rechtzeitig sah oder eben mit Können und genügend grossem Segel durchgleiten konnte. Am besten schafften dies Richard Stauffacher aus Wangs (Starboard/Neil Pryde), der Favorit, Fabian Mattes aus Ravensburg (Starboard/-), Andrea Colombo aus Lugano (Starboard/Neil Pryde) und Mario Ballabio aus Thalwil (F2/North). Diese vier Fahrer waren nie schlechter plaziert als auf Rang 6, wobei Richi Stauffacher alle drei Läufe siegreich vor Fabian Mattes, Andrea Colombo oder Daniel Aeberli (F2/North) beenden konnte.
Letzterer holte auch noch einen 5ten Platz im ersten Lauf, verlor dann aber mit schlechten Wertungen in den übrigen Läufen alle Chancen auf eine gute Schlussplatzierung.Für eine gültige Schweizermeisterschaft sind aber vier Läufe Bedingung! Das wollte erst nicht klappen. Wolken setzten sich mehr und mehr vor die Sonne, die Thermik schwächelte und der vierte Lauf wurde verkürzt. Sieger war wieder Richi Stauffacher.
Ein Formfehler führte dazu, dass der Lauf nicht gewertet werden konnte. So wurde nach einem Formtief des Windes bei guten Bedingungen nochmals gestartet, doch bald war es mit dem schönen Windmotor wieder vorbei und der Lauf musste erneut nach dem Durchgang des ersten Fahrers – diesmal Fabian Mattes – auf eine Runde verkürzt werden. So konnte doch noch, nach zwei Jahren ohne offiziellen Schweizermeistertitel, ein solcher vergeben werden, natürlich an Richard Stauffacher. Die Plätze dahinter blieben gleich wie nach den ersten drei Läufen, wobei nebst dem starken Auftritt von Fabian Mattes auch die Leistungen von Andrea Colombo (Sieger bei den Masters vor Mario Ballabio) besonders zu erwähnen sind, denn beide sind Masters, die etlichen jungen Fahrern regelmässig Punkte abnahmen, vielleicht nicht immer mit höherer Geschwindigkeit, aber mit guten Starts, dem Blick für Böen und anderen taktischen Feinheiten.
Wer es auf Rang 10 oder besser schaffen wollte, musste auch Läufe in diesen Rängen beenden. Dies gelang neben den bereits erwähnten Fahrern auch:Valentin Zwygart, Neuchâtel (Starboard/Neil Pryde) Platzierungen 3,7,5,15 als Dritter bei der Elite.Jan Schenk, Stetten (F2/North) Platzierungen 12, 8, 6,3 Urs Rohr, Kronbühl, (F2/North) Platzierungen 11,5,11,7 als Sieger bei den Grandmasters Sebastian Kördel aus Aach (D) Platzierungen 7,9,7,10 als Sieger bei den Junioren Kurt Imhof, Niederwil (F2/North) Platzierungen 10,10,10,4 als zweitem Grandmaster und Florian Bandel, Worblingen (D) (-/Naish) Platzierungen 8,19,12,8 Bei den Damen siegte Carmen Imhof aus Niederwil (F2/North) auf Gesamtrang 17 vor ihrer Schwester Sara aus Bremgarten (F2/North) und Franziska Stauffacher aus Wangs, Starboard/), die fahrerisch enorme Fortschritte gemacht hat, aber wohl taktisch noch viel von den Imhofgeschwistern abgucken kann.
Wie erwähnt, wurde Sebastian Kördel auf Gesamtrang 8 klarer Sieger bei den Junioren, vor Fabian Schenk aus Aadorf (Starboard/Neil Pryde) auf Gesamtrang 20 und Eric Guggi aus Hittnau, dem jüngsten F2-Fahrer, mit goldenem Arrows Segel, immer vor mir, dem schreibenden SGM-Grufty, der irgendwie hinter dem starken Adrian Stauffacher aus Wangs (Starboard/Neil Pryde) noch auf den zweiten Platz bei der obersten Altersstufe kam.
Es war herrlich, nach zwei tristen Regentagen ohne Wind, am Sonntag von der Sonne geweckt zu werden, die feuchten Sachen auszulegen und die Entwicklung des Windes abzuwarten, der ohne Rücksicht auf unterschiedliche Prognosen dann auch kam und von der Regattaleitung im rechten Moment zu den Starts genutzt wurde. Dass der Wind löcherig war, tat nicht mehr viel zur Sache, die Schweizermeisterschaft konnte durchgezogen werden und jeder konnte mit einem Preis, oder eben bei den Podiumsplätzen zusätzlich mit einer Medaille, einer speziellen Auszeichnung oder einer Flasche Wein nach Hause fahren. Danke dafür den Importeuren, Swiss Sailing und den lokalen Organisatoren vom Surfclub Silvaplana. Dank auch an Kurt Imhof, der nicht nur vor Ort sehr viel Vorbereitungsarbeit leistete, sondern auch lange vor der Saison die ganze Planung an allen Regattaorten durchzuführen hat und Dank auch an Nicole und Hans Näf, die im Hintergrund still und fleissig wirken.
Photos: Bettina Stauffacher
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