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Windsurfen am Roten Meer ; Soma Bay im Dezember
02.01.2008
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Dumm, wenn man denkt, einen schönen Teil der kalten Jahreszeit an der Wärme des Roten Meers verbracht zu haben und bei der Heimkehr daran erinnert wird, dass der astronomische Winter erst nach dem Kofferauspacken beginnen wird. Macht aber nichts, wenn der Urlaub gelungen ist. Und das war er, was den Wind und das Surfrevier, die Reise und die Ausflüge betrifft.
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Doch erst zu Reise und Hotel: Flug Zürich-Hurghada, dann mit einem Kleinbus etwa 40 Km nach Süden zum Interconti Abu Soma (z.B. http://www.surfreisen.at/ abu soma wählen), das isoliert in der Mitte der riesigen Soma Bay nördlich Safaga liegt. Das Hotel lässt in jeder Hinsicht wenig Kritik zu. Fast alle Zimmer mit Meerblick, grossräumig, mit Balkon, schöne Anlagen mit Pools, Palmen und grünen, echten Rasenflächen auf denen Reiher und Blässhühner, Bachstelzen und Tauben spazieren. Kulinarisch eine grosse Auswahl an Speisen zu jeder Tageszeit.
Das Wetter: Zu Beginn etwas bedeckt mit Schleierwolken, später zunehmend wolkenlos und windig wie es nur Windsurfer und Kiter wünschen können (die andern können sich auf der Leeseite des Hotels etwas geschützt sonnen). Die Temperaturen angenehm zwischen 20 und 24 Grad, das Wasser um die 21 Grad, wobei man beim morgendlichen Bad den Eindruck von 18 Grad hat. Dass es in Egypten im Dezember auch kälter sein kann, erfuhren wir bei unserem zweitägigen Ausflug nach Kairo und zu den Pyramiden. Knappe 13 Grad waren es am ersten Tag und da wir die Abendschau mit Licht und Ton vor der Sphinx gebucht hatten, mussten wir noch Pullover einkaufen und erst noch Wolldecken mieten.
Aber nun zum Hauptthema, dem Windsurfen. Zwei Stationen stehen zur Verfügung; ganz vorne im Hotelbereich eine Station mit Starboards und Tushingham Segeln, natürlich auch Kites und zudem Segelboote mit den zugehörigen Unterrichts-möglichkeiten. Gleich ausserhalb des Hotelkomplexes die Station von Peter Müller mit Fanatic und JP sowie Neil Pryde Segeln und klar, auch Kites. Die Qual der Wahl. Ich entschied mich für Fanatic und Neil Pryde, einerseits, weil wir von Swiss Windsurfing ja nicht auf Poolmaterial verzichten wollen, andererseits aber auch, weil die Situation bei der SurfAction Station gleich vom Hotelkorridor aus leicht zu übersehen war. Beide Bereiche verfügen über Stehreviere, Kite- und Surfbereiche, die gut belüftet sind, vielleicht mit einem Plus im Luvrevier, wo keine Schiffsmole den Wind stören kann.
Die Station brilliert durch die Nähe zum Wasser, den riesigen Stehbereich für die Kiter, den Surfer mit kurzen Finnen auch nutzen können, einen weiteren Stehbereich für die Surfer und natürlich das flache Wasser, das allen Surfern, vom Anfänger bis zum fortgeschrittenen Freestyler und Freerider, viel zu bieten hat. Wellenfreaks allerdings müssen wegbleiben oder sich umgewöhnen, denn das flache Wasser lässt keine Wellenbildung zu. Nur im äusseren Teil, ausserhalb der Flagge, welche die Begrenzung der Flachwasserzone markiert, bildet sich eine brauchbare kleine Windwelle, die zum Beschleunigen nützlich ist und Oldies wie mir kleine Sprünge ermöglicht. Einer der einheimischen Jungs, die kaum einen Kunden mal ein Segel allein tragen lassen, schafft Sprünge schon im Stehbereich und übt Air Jibes und ähnliche Sachen. Das Revier sieht riesig aus, doch ein vorgelagertes Riff verhindert Langschläge und man bleibt immer schön in Sichtweite der Stationsaufsicht und kommt in den Genuss unzähliger Halsenversuche. Der Service an der Station ist phantastisch; wie gesagt, Hilfe beim Segeltransport, natürlich auch bei den Kitern, dazu die Möglichkeit, in der Mittagspause ein Sandwich, Kuchen und Getränke zu bekommen und an der Sonne im Windschatten oder sonst im Schatten hinter dem Windschutz zu verzehren und zu pausieren (natürlich mit Blick auf das Geschehen auf dem Wasser).
Um diese Jahreszeit waren relativ wenig Surfer und Kiter da, hauptsächlich Deutsche, Schweizer und Russen, wobei letztere fast ausschliesslich dem Kiten fröhnen. Erst kurz vor unserer Abreise wurde es etwas lebhafter, denn Weihnachten machte sich allenthalben bemerkbar.
Habe ich etwas vergessen? Ach ja, die Details zum Wind. Eine Graphik für die drei Wochen sieht ziemlich langweilig aus: 17 Tage mit mehr als 5 Bft Spitzenwerten, 1 Tag ohne nennenswerten Wind und 3 Tage mit Gleitwind für grössere Segel. Dazu ist allerdings zu bemerken, dass der Wind oft schon früh am Morgen voll durchzog, nicht selten mit 6-7 Bft aus NNW, später merklich nachliess und auf N bis NNO drehte. Oft reichten mir dann 8 oder 8.5 m2 noch zum Gleiten mit einem grösseren Brett am Nachmittag. Gelegentlich rauschte der Wind aber den ganzen Tag mehr oder weniger gleichmässig stark durch, sodass bei meiner Statur das 5.5 den ganzen Tag durch richtig war. Also eine super Ausbeute, die man allerdings nicht jederzeit im Winter erwarten darf, denn die Windtage über 4 Bft liegen in der Regel so bei 50%.
Ein Vergleich mit Dahab, Hurghada und El Gouna aus früheren Besuchen fällt vor allem wohl wegen der tollen Windstatistik zugunsten von Abu Soma aus. Will man absolutes Flachwasser, so hat sicher Dahab die besseren Karten und wenn man die Schönheiten der Natur mit einbezieht, kann man sagen, dass jeder dieser Orte einen Besuch lohnt. Heinz Beck
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 | | Hotelanlage mit Blick Richtung Safaga |
 | | Berge hinter Abu Soma |
 | | SurfAction Center Abu Soma |
 | | Bianca und Jenna von der Station |
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 | | Jenna und Ulli von der Station |
 | | Kiter squatten den Stehbereich der Windsurfer |
 | | Morgenstimmung |
 | | Der Spot vom Hotel aus gesehen |
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