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PWA Freestyle World Cup Tag 4
27.06.2008
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Fünf Minuten Heat Dauer, zwanzig bis dreißig Moves pro Fahrer und jeder Sturz könnte das Ausscheiden bedeuten. So sah das Bewertungssystem der letzten Jahre im Freestyle aus. Seit dem ersten PWA Freestyle Worldcup wird in einem neuen System gejudged, welches es sowohl den Judges wie auch den Zuschauern leichter machen soll, dem Geschehen auf dem Wasser zu folgen, gleichzeitig können alle Fahrer mehr Risiko gehen, es wird eine Maximum Anzahl an Manövern pro Schlag festgelegt, von denen eine ebenfalls festgelegte Anzahl in die Bewertung eingehen.
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So können die Heats individuell besser an die vorhandenen Windbedingungen angepasst werden. Tatsächlich sind jetzt Manöver auf dem Wasser zu bewundern, die sonst in einem Contest eventuell so nicht gezeigt worden werden. Was sich nicht geändert hat, sind die Favoriten. Immer noch stehen Marcilio Browne, Ricardo Campello, Gollito Estredo Kiri Thode und die Frans Brüder an der Spitze. Könnte in der heutigen Double Elimination eventuell ein Favoritensturz passieren. Am Vortag kratzten Andre Paskowski und Normen Günzlein bereits am Thron von Estredo und Thode.
Bei deutlich schwächerem Wind als an den Vortagen wurden die ersten Heats des Tages gestartet, einige Fahrer griffen anfänglich gar auf ihre 5,9er zurück, doch im Verlauf der ersten Heats nahm der Wind immer weiter zu und bereits in Runde zwei waren die meisten wieder mit 5,0er und 4,7er Tüchern unterwegs, vom Power Freestyle war kaum etwas zu sehen, wesentlich technischer ging es heute zur Sache, wie Taty Frans wiederum mit seinen Gozada Clocks und etlichen Cana Brava Variationen bewies und somit auch den aktuellen Weltmeister Marcilio Browne schlagen konnte, was vor allem seinen schärfsten Konkurrenten und Tour führenden Gollito Estredo mehr als freute. Um auf der Leiter Richtung Platz eins weiter nach oben zu klettern, mußte Taty Frans nun gegen Ricardo Campello ran, welcher vorher bereits Taty´s Bruder Tonky ausschalten konnte.
Campello schickte auch den zweiten Frans Bruder als Verlierer vom Wasser und spätestens jetzt war auch das PowerFreestyle der Vortage wieder zu sehen. Nach dem Heat wurde eine mehr als zweistündige Pause eingelegt, um auf Politiker der Insel Lanzarote zu warten, Zeit die einige Fahrer nutzten um über neue mögliche Moves zu diskutieren, allen Sprungmeister Ricardo Campello und ohne bereits zuviel zu verraten, man darf sehr gespannt sein auf Campello´s Trainingstage beim nächsten Stopp der PWA Tour auf Gran Canaria. Mit frischen Gedanken und neuer Energie kehrte Campello dann auch aufs Wasser zurück um Andre Paskowski seinen vierten Platz streitig zu machen und dann nach umstrittenem Ergebnis gegen Günzlein ausschied. Aber bereits im nächsten Heat gegen Kiri Thode war auch für den Deutschen wiederum Schluß, seinen dritten Platz hat er aber verteidigen können. Es kam also zur X-ten Neuauflage des Finals zwischen Kiri Thode und Gollito Estredo.
Thode von Bonaire startete Bärenstark in den Heat, mit sehr powervollen Kombination wie dem Spock Culo und seinem Airfunnel. Estredo konnte erst spät kontern, aber dafür umso gewaltiger. Wie aus dem nichts sprang er einen Mega hohen und perfekten Airchachoo gefolgt von einem Monstershaka. Die Entscheidung viel den Judges sicherlich nicht leicht, aber sie ernannten Estredo aufgrund seiner Dynamik und seines Styles erneut zum Gewinner.
Bei den Damen gewann die Japanerin Junko Nagoshi drei Heats in Folge mit unglaublich powervollen Punetas und Spock Kombinationen sowie Flakas.
Erst gegen Daida Moreno war Schluß für Nagoshi Nagoshi scheint in ihren Heats förmlich über sich hinauszuwachsen, ganz im Gegenteil zu Yoli de Brendt, die im freien Training ihren Kontrahentinnen Kopfschmerzen bereitet, bei diesem Worldcup aber noch keinen einzigen Heat gewinnen und ihre Moves nicht ansatzweise aufs Wasser bringen konnte. Ihre Teamkollegin Laure Treboux machte es da schon deutlich besser und konnte auch heute wieder ins Finale gegen Sara Quita einziehen und dort mit einem sehr guten Heat überzeugen und verlor deutlich knapper als beim letzten Mal. Sara Quita und Gollito führen nach zwei Double Eliminations die Rangliste des Lanzarote Worldcups deutlich an und es scheint als sei bei den Ladies die Wachablösung der Moreno Zwillinge endgültig vollzogen.
Text & Fotos :
Tom Brendt
www.tom-brendt.de
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