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Please notice, that camping is not allowed in Prasonisi this year!
04.10.2007
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Mit Schreck lese ich auf einigen Internetseiten diese Meldung. Hatte ich doch gerade erst meinen Flug zu der 2000km entfernten Insel Rhodos an der östlichen Grenze Griechenlands gebucht. War also die Zeit des freien Campings im Freestyleparadies Prasonisi nun für immer vorbei? Für mich gab es nur 2 Möglichkeiten.
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Umbuchen auf eine andere Insel oder noch schnell ein Auto mieten, welches als alternatives Schlaflager dienen musste. Ich entschied mich für letzteres und so buchten meine Freundin und ich uns einen kleinen Opel Corsa, der unserer Meinung groß genug für 2 Wochen war.
Nach einem verregneten Start in Deutschland begrüßte uns die Insel mit strahlend blauem Sonnenschein und einer Wärme die uns in Deutschland dieses Jahr verwährt blieb.
Bei unserer Fahrt mit dem völlig überladenen Mietwagen in den Süden der Insel kamen uns dann allerdings doch erhebliche Zweifel über die Größe unseres rollenden Schlafzimmers auf. Alternativ hatten wir ja immer noch unser Zelt dabei. |
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Nach einer kurvenreichen Fahrt ereichten wir nach einiger Zeit endlich die karge Landschaft im Süden der Insel. Nachdem wir das letzte Stückchen militärisches Sperrgebiet durchfahren hatten, lag Prasonisi zu unseren Füßen.
Im Westen die Ägäis, wo an manchen stürmischen Tagen sich stattliche Wellen aufbergen. Im Osten dagegen das etwas kältere Wasser des Mittelmeers, welches durch den ablandigen Wind ein perfektes Revier für Speedfahrer und Freestyler bietet. Und dazwischen die Landzunge zu deren Ende der „grüne Berg“ wie Prasonisi übersetzt heißt, sich erstreckt.
Und tatsächlich standen auf der großen Sandfläche Campingbusse, jedoch um einiges weniger als noch in der letzten Saison. Hatte also die Polizei doch Gnade vor Recht walten lassen?
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 Kurz darauf wurde uns diese Hoffnung dann allerdings von Freunden zunichte gemacht. Sie berichteten, dass einige Tage vor unserer Ankunft Wildcamper von der lokalen Polizei verhaftet wurden.
Da wir nicht vorhatten, einen Ausflug in griechische Gefängnisse zu wagen, blieb uns also nichts anderes übrig, als unseren Kleinwagen auseinander zu bauen und in einen Schlafplatz zu verwandeln. |
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Nach einer etwas ungemütlichen Nacht wurden wir mit einer steifen Briese am nächsten Morgen aufgeweckt.
Mit noch leerem Magen riggten wir schnell auf und praktizierten unsere dringend benötigte Rückenmassage bei einer Freestylesession. Völlig überrascht war ich über die vielen bekannten Gesichter auf dem Wasser, unter denen auch Tim Verhoeven und einige Polen waren, welche fast jedes Jahr die Sommermonate dort verbringen. Zu meiner Freude war dementsprechend auch das Niveau auf dem Wasser gestiegen.
Die Tage in Prasonisi begannen meist früh, denn bevor die Stationen ihre Tore öffneten, war es fast menschenleer auf dem Wasser. So kam es, dass wir uns mit Tim an manchen Tagen ganz alleine zu einer frühen Windsurfsession zusammentrafen. |
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Je weiter die Sonne sich dem Zenit näherte, desto mehr Tagestouristen strömten an und ins Wasser. Diese Zeit nutzten wir entweder zum arbeiten, so wie Tim oder einfach zum Relaxen an einem schattigen Plätzchen.
Gegen Abend nahm meistens der Wind wieder zu, was die Freestyler noch einmal aufs Wasser zog. Nach Sonnenuntergang machten wir uns dann völlig ausgehungert daran, vor Kikis Supermarkt zu Abend zu essen. Dem Ort, der über die Jahre zum allabendlichen Szenetreff in Prasonisi geworden ist. |
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Nach zwei recht durchwachsenen Wochen, was den Wind anbelangt, mussten wir unsere Heimreise auch schon wieder antreten. Während Tim noch eine paar Tage beim Procenter weiter arbeitete, düsten wir mit einem ziemlich versandeten Auto zum Flughafen zurück.
Und als wir in Richtung Deutschland der untergehenden Sonne entgegen flogen, freute ich mich innerlich, dass den surfenden Campern die Halbinsel Prasonisi nicht ganz weggenommen wurde.
Jelsche Apel |
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