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Day 1 Gran Canaria Pozo Izquierdo
12.07.2007
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PWA Worldcup
Gran Canaria – Pozo Izquierdo
09th – 17th of July
Day 1
Man könnte meinen, die PWA hätte die 10.20 Uhr Maschine von Lanzarote nach Gran Canaria am 08. Juli gechartert, so viele Worldcupper, die eine harte und meist erfolgreiche Woche auf Lanzarote hinter sich hatten, befanden sich auf dem Weg nach Gran Canaria und nutzten den Inselhüpfer von Binter Airlines zum schnellen Umzug von einem Worldcup zum nächsten, denn viel Zeit blieb nicht. Ein Tag um genau zu sein.
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Nicht nur wenig Zeit für die Reise und den Ab sowie Aufbau des gesamten Equipments, sondern nach einer Woche deftigem Regattastress zudem auch sehr wenig Zeit zur Erholung. Aus diesem Grund waren Fahrer wie Kauli Seadi, Victor Fernandez, Matt Pritchard und co. erst gar nicht nach Lanzarote gereist, um möglichst Fit in den Hardcore Wettbewerb vor Pozo Izquierdo zu gehen.
Das der Pozo Worldcup einer der heftigsten auf der Worldtour ist, bewies der Spot schon in den Vortagen des Contests. Mit gut 40 – 45 Knoten Geschwindigkeit bügelte der Wind die Wellen noch etwas flach, aber auch das sollte sich laut Vorhersage bis zum ersten Tag des Contests ändern, denn zum Wind sollte sich ein ansehnlicher Swell gesellen. Auch wenn es am Morgen des ersten Eventtages noch nicht so aussah, die Vorhersage behielt Recht. Bei noch relativ kleinen Wellen wurden die ersten Runden der ersten Wave Elimination gestartet und im Verlauf des Tages wuchs mit dem Level der Fahrer auf dem Wasser auch die Wellenhöhe. Das es ein ganz besonderer Tag in der bereits 18jährigen Geschichte des Pozo Worldcups werden könnte, blieb kein Zweifel.
Nachdem die Top gesetzten Fahrer um Kauli Seadi, Vorjahressieger Victor Fernandez, Josh Angulo, Dunkerbeck und fast alle Gran Canaria Locals wie den Jensen Brüdern, Marcos Perez, Jonas Ceballos und Dario Ojeda unbeschadet ihre ersten beiden Runden überstanden hatten, kamen die ersten Überraschungen. Kevin Pritchard durfte bereits nach seinem ersten Heat gegen Dario Ojeda seine Segel wieder ins Bag schieben, genauso wie der in der Rangliste führende Josh Angulo, der gegen Orjan Jensen unterlag, nachdem er zuvor den auf Teneriffa lebenden deutschen Daniel Bruch eliminierte.
Keinen Zweifel an ihrem Willen Angulo auf dem Weg zum Weltmeistertitel abzuhängen liessen der Brasilianer Kauli Seadi und Victor Fernandez, die unaufhaltsam gen Finale marschierten. Mit perfekten Doppelloops, unfassbar hohen Backloops und sehr schnellen, sauberen und extrem schwierigen Wellenritten liessen sie ihrer Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Auch Sprungwunder Jonas Ceballos musste sich seinem Teamkollegen Fernandez deutlich geschlagen geben, und das trotz einem extrem guten Heat. Nachdem Fernandez auch noch Ojeda ausschalten konnte, war ihm das Finale sicher.
Und sein Gegner ? Wie im Vorjahr hieß das Finale der Single Elimination Victor Fernandez gegen Kauli Seadi. Seadi ließ John Skye, Peter Volwater und Vidar Jensen auf der Strecke. Vidar Jensen musste sich seinen Weg ins Halbfinale mit seinem Bruder Orjan erkämpfen. Nach seiner Niederlage im Halbfinale gegen Seadi schaffte Jensen aber noch den für die Double Elimination wichtigen Vorteil, sich im rein Kanarischen Loosersfinal gegen Ojeda durch zu setzen.
Das Finale schrieb dann tatsächlich Geschichte. Bereits 2006 fuhren die beiden Kontrahenten das vielleicht bis dahin beste Finale in der Pozo Geschichte und das wurde von dem heutigen Finale nochmals in den schatten gestellt. Headjudge Duncan fand bei der Siegerehrung kaum Worte, für das was sich wenige Minuten vorher auf dem Wasser und in der Luft abspielte, den wohl perfektesten Doppelloop in der Windsurfgeschichte, bei dem sich Fernandez nicht mal die Knöchel nass machte, den wohl höchsten Backloop seit langem vor Pozo, ebenfalls von Fernandez, one foot one hand Backloops, Pushloop Table Tops wie sie vertweakter nicht sein können und zu guter letzt den ersten Push – into Forwardloop in einem Worldcup Heat, ausgeführt von Kauli Seadi. Dazu Wellenritte mit allem was das Herz begehrt, Wave360er, Takas, Shaka in der Welle und riesigen Backside Airs hinterließen einen Haufen Arbeit für die Judges und erst nach spannender Ansage wurde der Spanier Victor Fernandez mit 4 zu 1 Judge Stimmen zum Sieger diese sensationellen Heats erkoren.
Und auch im Damenfeld wollten die weiblichen Waverider ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen. Vor allem natürlich die Pozo Locals Daida und Iballa Moreno, die ihren Mitstreiterinnen auf dem Weg ins Finale nicht den Hauch einer Chance ließen, auch wenn die dritte des Tages Karin Jaggi und die vierte Nayra Alonso sich einen guten Kampf um Platz drei lieferten. Verantwortlich für ein ebenfalls denkwürdiges Finale waren die Moreno Twins.
Sie zündeten ein wahres Feuerwerk an Sprüngen mit Mega hohen Push – Back und Forward Loops und dann noch Daida mit einem extrem verdrehten Table Top Forwärts und zur Krönung mit einem perfekt gelandeten Doppelloop. Das gab dann wohl auch den Ausschlag für den Sieg Daida´s über ihre Schwester Iballa. Für den nächsten Wettkampftag sind ähnlich gute Bedingungen vorhergesagt und so sind weitere Actiongeladene Heats garantiert.
Tom Brendt
http://www.tom-brendt.de
http://www.yoli-v26.com
http://www.windsurflabor.de
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