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Fuerteventura PWA Freestyle World Cup Tag 1
28.07.2008
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Nach fünf Tagen Slalomracing am ewig langen Sandstrand in Sotavento, war es heute an der Zeit die Freestyle Finnen noch etwas kürzer zu schleifen. Der dritte Worldcup der Freistil Artisten konnte beginnen. Nicht nur die Wettervorhersage, welche wieder einmal extreme Winde und Wellen vorhersagte, sorgte für Gesprächsstoff, auch der amtierende Ranglistenerste und im Training beängstigend fahrende Gollito Estredo machte nicht nur durch sein Fahrkönnen auf sich aufmerksam, in den Tagen vor dem Freestyle Start lief der Venezolaner mit dick verbundenem Fuß und Gehhilfen über den Strand.
Bei einem extremen Airflaka im Training hatte er sich den Fuß derart verletzt, das es bis Minuten vor dem ersten Heat nicht feststand ob er antreten könnte oder nicht. Mit einem Sieg auf Fuerteventura könnte Estredo bereits vorzeitig Weltmeister werden. Daran hindern wollten ihn vor allem der Brasilianer Marcilio Browne und Kiri Thode, die beide ebenfalls noch Chancen auf den Titel haben.
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Bei guten 35 Knoten wasserten um elf Uhr die ersten Freestyler ihre Boards zu den ersten Heats. Verlief die erste Runde zwar bereits auf sehr gutem Freestyle Level, ging es bereits in Runde zwei richtig zur Sache. Das erste Raunen ging durchs Publikum als Taty Frans von Bonaire sich mit powervollen und extremen Goiter, Shakas und Doppel Moves in die nächste Runde fuhr. Im Folgeheat schaffte es Gollito Estredo das Raunen der Zuschauer in Jubelschreie zu verwandeln. Mit Mega Shakas, Airflakas und einem tweaked Pushloop wirbelte auch er sich souverän weiter.
Auch die weiteren Favoriten um Tonky Frans, Ricardo Campello, Marcilio Browne und Kiri Thode kamen sicher in die nächste Runde und mit ihnen erneut ein sehr stark fahrender Normen Günzlein, es scheint als wolle sich der blonde Deutsche endgültig im Bereich der Top Fahrer festsetzen. Im Viertelfinale bewies er dies mit Nachdruck, erneut konnte er Weltmeisterschafts Anwärter Kiri Thode als Verlierer vom Wasser schicken und ins Halbfinale gegen Gollito Estredo einziehen. Trotz seiner Fußverletzung gewann der Venezolaner in einem knappen Heat gegen Taty Frans.
Mit ihnen zogen Tonky Frans, der den bis dahin extrem starken Campello ausschaltete und Marcilio Browne ins Halbfinale. Campello bekam in seinem Heat gegen Antxon Otaegui die höchste Punktzahl des Tages, zog dann jedoch gegen Tonky Frans den Kürzeren. Im Halbfinale bewiesen sowohl Estredo wie auch Browne, weshalb sie die Top Favoriten des Events sind und mit sehr starken Shakas, Ponch, Burner, Airflakas und Doppel Moves zogen sie ins Finale ein. Frans und Günzlein mußten sich wiederholt mit dem Finale um Platz drei zufrieden geben, und Tonky Frans konnte dort die Judges mit Shove It Spocks, Hohen Front und Backloops mehr überzeugen als Günzlein. Im Finale ging es richtig zur Sache, Mega Shakas, Airflaka und Toads von Estredo und Burner, Airchachoo, Switch Ponch und Airflaka Cana Brava als Konter von Browne. Da der mit immer größeren Schmerzen fahrende Estredo nur in eine Richtung wirklich überzeugen konnte, während Browne einen fast perfekten Heat zeigte, ging der Sieg zurecht an den Brasilianer.
Für die Freestyle Ladies ist der Fuerteventura Event der letzte dieser Saison und wird somit den Weltmeisterschaftstitel bringen. Ganz klarer Favorit nach ihren Siegen auf Lanzarote und Gran Canaria, Sara Quita von Aruba. Würden es Laure Treboux und Daida Moreno noch schaffen, ihr Steine in den Weg zu legen. Heute sollte es nicht sein. Für Daida Moreno wurde Yoli de Brendt zum Hinderniss, während Treboux gegen Iballa Moreno den kürzeren zog. Die venezolanerin Yoli de Brendt fand am Besten zu ihrem Rhythmus und mit Shakas, Flakas, Spocks, Punetas, Clew First Punetas und Loops gewann sie gegen Tjernberg, Daida Moreno, Junko Nagoshi und befand sich somit in ihrem ersten PWA Finale.
Ihre Gegnerin dort, Sara Quita. Die junge Quita wirkte in ihrem Final Heat ungwöhnlich nervös, während de Brendt erneut einen sehr sauberen Heat hinlegte. Die Entscheidung der Judges ging mit einem Punkt Vorsprung trotzdem an Quita, die somit einen weiteren Schritt Richtung erstem WM Titel machte. Nach dem Ladies Finale, wurde die Double Elimination der Herren gestartet.
Text & Fotos :
Tom Brendt
www.tom-brendt.de
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