 |
|
Soulrider Menu |
|
|
|
Content
|
|
|
|
Windsurf Content
|
|
|
|
 |
 |
|
|
Partner:
|
|
|
|
Surfurlaub zu zweit?
Diese Problem kennt wohl jeder windsurfende Mensch,
ob weiblich oder männlich, der einen Partner hat, der entweder
gar nicht oder deutlich schlechter surft als er selber.
Wohin geht?s im Urlaub? Wie werden beide Partner glücklich,
ohne dass es zwangsweise zu dicker Luft kommen muss? Hier
kommt ein kleiner Vorschlag?
|
|
|
|
 |
 |
 |
Leider sind die meisten richtig guten Surfspots für wenig wassersportbegeisterte
Begleiter kaum geeignet. Meist gibt es keine echten Beschäftigungsalternativen
und die Bedingungen sind zu anspruchsvoll für Anfänger und Aufsteiger.
Hinzu kommt noch, dass es meistens am Strand nicht so richtig gemütlich
ist, wenn der Wind ballert. So sieht man an vielen Stränden immer wieder
den einen Partner (oft die Freundin) mehr oder weniger gelangweilt im Auto
sitzen, während sich der andere in den Wellen vergnügt. Resultat:
Langeweile bei dem Einen und ein schlechtes Gewissen bei dem anderen?
Was tun, sprach der Frosch??
Dieses ?normale? Problem einer jeden Surfer-Beziehung lässt
sich vermutlich nur lösen, wenn beide bereit sind, Kompromisse einzugehen.
Dazu gehört sicherlich auch, ein Reiseziel für den gemeinsamen
Urlaub auszusuchen, an dem man gute Windsurfbedingungen und gleichzeitig
noch ausreichend andere Möglichkeiten hat, sich gemeinsam die Zeit
und insbesondere die windarme Zeit zu vertreiben.
Ein perfekt auf diese Ziele passender Urlaubsort liegt östlich vom
Sinai, etwa eine Taxistunde nördlich von Sharm El Sheik, gegenüber
der Küste Saudi-Arabiens. Der Name: Dahab- sicher kein Geheimtipp mehr
für die windsurfende Welt, aber vielleicht auch ein guter Tipp für
den weniger windsurfbegeisterten Partner.
|
 |
 |
 |
Das nordöstliche Ägypten ist sehr anders als das touristisch
weit besser erschlossene Westufer des Roten Meeres. Zunächst einmal
gibt es in Dahab nicht die aus Orten wie Hurghada bekannten Zäune
um die Touristen-Hotels- man kann sich prinzipiell vollkommen frei bewegen.
Auch sieht man nicht an allen Ecken und Enden die meist schwer bewaffnete
Touristen-Polizei. Das ist auch absolut nicht nötig. In Dahab und
dem angrenzenden Ort Masbat, in dem man normalerweise wohnt und wo sich
das Nachtleben abspielt, fühlt man sich absolut nie unsicher oder
bedroht.
Es gibt keine großen Hotelburgen, die potenzielle Angriffsziele
für Terroristen sein könnten, und die Ägypter sind allesamt
freundlich, oftmals sehr aufgeschlossen und ?kontaktfreudig?.
Die letztere Eigenschaft kann zwar durchaus ab und zu mal etwas anstrengend
werden (mehr als 3 mal an einem Abend kann man wohl kaum eine Einladung
zum Tee annehmen, und man kann auch nicht an einem einzelnen Abend in
allen Restaurants essen gehen, auch wenn das manchmal etwas schwer zu
vermitteln ist und auf Unverständnis stößt?), aber
die extrem aufdringlich Art, wie man sie von Berichten über arabische
Basare in Hurghada oder ähnlichen Orten kennt, ist den Ägyptern
in Masbat fremd.
|
 |
 |
 |
Ein weiterer großer Vorteil Dahabs ist das für Europäer
fantastische Preisniveau. Wohnen für 10 ? p.P. im Doppelzimmer
in guten Unterkünften (wenn man keine Luxushotel-Ansprüche hat,
z.B. www.mirage.com.eg) inklusive Frühstück sind genauso wenig
ein Problem wie abends für 2-3 ? je Nase (inkl. Getränke)
essen zu gehen, 10 Minuten für 1 ? mit 8 Personen Taxi zu fahren
oder Tauchgänge unter 20 ? zu machen.
Ach ja, Tauchgänge? Dahab ist ein absolutes Scuba- und Schnorchel-
Paradies mit etwa 25 Diving Sites in der direkten Umgebung, die fast alle
vom Land aus erreichbar sind- eine Bootfahrt ist meist nicht nötig.
Direkt in Masbat gibt es bereits 5 gute Spots, an denen man schon mit dem
Schnorchel alles sehen kann, was das rote Meer zu bieten hat- von Moränen
über Rochen bis hin zu Schildkröten- und jede Menge kleine Nemos.
Dicht an den Windsurfstationen liegt das Napoleon Reef, eines der fantastischsten
Schnorchel-Gebiete in ganz Ägypten. Das 0,5 m bis 1 m flache Riff beginnt
etwa 5 m vom Strand entfernt und ist wirklich für jeden zu erreichen.
Sehr bekannt und auf jeden Fall einen Tauch- oder Schnorchel-Trip wert ist
das ?Blue Hole? ? ein gut 100 m tiefer Krater direkt an
der Küste, der unter Tauchern berühmt und berüchtigt ist-
einerseits wegen des fantastischen ?Marine Life?s? und
der unglaublichen Wasserfarben, andererseits auch wegen des Nervenkitzels,
denn kaum eine andere Diving Site hat bis zu einer Tiefe von 100 m keinen
Boden?
|
 |
 |
 |
Touristisch hat Dahab zugegebenermaßen nicht ganz so viel zu bieten,
wie andere und größere Orte. Die Strandpromenade mit den Restaurants
kann nach 2 Wochen schon etwas ?eintönig? und langweilig
werden, andererseits findet man so schnell sein persönliches Lieblingsrestaurant.
Als Tagestouren bieten sich Ausflüge in die Wüste oder zum Berg
Sinai an. Hier ist es die größte sportliche Herausforderung,
nachts zwischen 23 und 05 Uhr morgens den Berg zu erklimmen und morgens
den Sonnenaufgang zu erleben. Ein absolut faszinierendes Erlebnis, aber
man muss schon einigermaßen gut zu Fuß sein für den 4-stündigen
und steilen Aufstieg. Wem die Tour zu anstrengend ist, der kann sich allerdings
auch auf den Rücken eines Kamels setzen und sich den Berg hinauf tragen
lassen. Es lohnt sich in jedem Fall! Auch eine Nacht in einer der Oasen
in der näheren Umgebung Dahabs mit Beduinen-Dinner sollte man sich
nicht entgehen lassen- besonders wegen des unglaublichen Sternenhimmels.
Jeder dieser Ausflüge kostet zwischen 10 ? und 15 ? pro Person-
wirklich verkraftbar?
Oh? und dann ist da noch etwas? das Windsurfen?: Die beste
Windzeit in Dahab ist unser Sommer. Aber auch in der Nebensaison kann man
locker eine Ausbeute von 60 ? 70 Prozent erreichen. Dabei ist von
4 bis 9 Bft. alles drin.
|
 |
 |
 |
Die Bucht von Dahab ist mittlerweile von Windsurfstationen äußerst
gut erschlossen. Alle namhaften Firmen sind vertreten und bieten alles erdenkliche
und auf dem Markt vorhandene Material an- allerdings zu ?normalen?
und europäischen Preisen. Innerhalb der Lagune ist der ablandige Wind
ein wenig böeig, dafür gibt es auf dem Wasser nur kleinste Unebenheiten.
Zudem fühlt man sich sehr sicher, da die Bucht fast komplett durch
die vorgelagerte Landzunge abgeschlossen ist.
In Ufernähe ist das Wasser immer nur stehtief, so dass man jederzeit
eine kleine Pause einlegen und etwas Kraft tanken kann. Steine gibt es übrigens
kaum, und wenn man sich von den markierten Gebieten fern hält, hat
man auch mit Korallen und Seeigeln kein Problem. Zusätzlich stehen
2 Foto- und Schulungstürme bereit, die von jedem genutzt werden können.
Für absolute Anfänger ist das Revier wegen des ablandigen Windes
nicht ganz optimal, aber dafür kann man auch bei 6 Bft. noch entspannt
am Strand in der Sonne liegen.
|
 |
 |
 |
Fährt man um die Landzunge herum nach Lee, gelangt man in das ?Speedy?
genannte Revier. Hier wird der Wind deutlich konstanter und meist auch etwas
stärker. Je weiter man nach Lee fährt, desto größer
wird auch der Chop, so dass man vom Spock bis zum Frontloop perfekte Trainingsbedingungen
findet. Zudem ist es im Speedy immer deutlich leerer als in der Bucht, so
dass man auch in der Hauptsaison platz findet, um entspannt surfen zu können.
Aus dem Speedy führt ein kleiner Channel durch das Napoleon Reef in
das ?offene? rote Meer, in den Golf von Aquaba.
Hier findet man an guten Tagen eine runde Dünungswelle mit beachtlicher
Höhe- eine ganz nette Abwechslung, wenn man mal vom Flachwasser genug
hat. Einen ?echten? Wavespot gibt es allerdings nicht in Dahab.
Das absolute Highlight ist die ?Baby Bay?- diese liegt vom Speedy
aus ein kleines bisschen in Luv. Die Baby Bay ist eine traumhafte kleine
Bucht mit türkisem Wasser, die übrigens auch zum Schnorcheln einlädt.
Der Wind weht direkt ablandig, wird aber durch nichts aufgehalten, so dass
er recht konstant ankommt. Das Wasser wird auf wenigen Metern sehr tief,
so dass man fast mit einer Hand im Sand am Strand entlang knallen kann und
in absolutem Flachwasser Trainingsbedingungen wie im Labor findet. Ein absoluter
Freeride- und Freestyle-Traum!
|
 |
 |
 |
Und sonst noch? Das Wetter am Sinai ist ein Traum, die Ägypter freundlich
und aufgeschlossen und die ganze Atmosphäre ist extrem ?laid
back? und relaxed- perfekt für jeden, der nicht auf Massentourismus
steht und im Urlaub das Windsurfen und einen weniger wassersportbegeisterten
Partner unter einen Hut bringen will. Und das nur 4 Stunden von Deutschland
entfernt?
Text by Flo (G-783)
Thanx to my Sponsors:
Hifly, Sailloft Hamburg, Alien Riders, Pro Limit, Tekknosport, Windsurfingclub
Dümmersee. |
|
|
Share on Facebook
|
-
Kommentare zur News-Meldung
Keine Einträge
Zurück zu den News
|
|
|