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Mauritius-Madagascar.....

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Bezeichnung: Mauritius-Madagascar.....
Surf trip von: skyrider
Surf spots: Mauritius Le Morne 
Datum: 25.07.2007 bis 30.09.2007


Am 25stä geits los für 1.5 wuche nach mauritius, am 4tä ougstä geits witer für di räschtlechi Zit nach madagascar.
Mir wei im süde starte u de irgeindeis im norde ufhöre...hoffe uf viu wind u wäue...yesss 10 wuche soulsurfing....:-)

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Tagebuch der Reise

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02.10.2007Reisebericht
Windtrip Madagaskar
(Ende Juli bis Anfang Oktober 07)

Es sollte eine spezielle Reise werden, fernab von westlicher Zivilisation und Standards. Die Idee entstand in den kalten Wintermonaten 06/07. Es war eigentlich alles ungeplant. Mit den wenigen Informationen die vorhanden waren von diesem Land und seinen Verhältnissen für unsere Sportarten, hatte diese Reise ihren speziellen Reiz.
Kitesurfen und Windsurfen, zwei verschiedene Sportarten, die dieselben Elemente benötigen - Wind und Wasser. Diese zu finden sollte mit unserem kleinen Budget manchmal schwieriger werden als wir uns das vorgestellt hatten….

Die Reise begann am 4. August 2007 auf Mauritius, wo sich Kitesurfer André Krebs und Windsurfer André Tschan trafen. Von der traumhaften Insel ging es mit dem Flugzeug nach Antanarivo, der Hauptstadt der viertgrössten Insel der Welt.


Ab in den Süden

Die nächsten Tage verbrachten wir mit der Organisation eines Transportmittels um in den Süden zu kommen. Dies war unser Ziel, da wir durch einzelne Tipps aus dem Internet oder von anderen Leuten davon gehört hatten. Doch leider war es nicht möglich, ein Auto zu kaufen - zum Glück, wie sich später herausstellte. Man kann sich den Zustand der Strassen in Madagaskar nur schwer vorstellen wenn man das alles nicht selber gesehen hat.
So kam es, dass wir diesen langen Weg mit einem Taxibrousse zurücklegten. Dies ist ein Gefährt das bis auf den letzten Quadratzentimeter genutzt wird. Von Hühnern und anderen Tierarten, über Kleinkinder und Roller wird alles transportiert - in Europa ein besserer Tiertransporter.

Nach zirka 50 Stunden fast ununterbrochener Fahrt durch das halbe Land und die madagassische Steppe kamen wir völlig erschöpft in Fort Dauphin an. Fort Dauphin oder auch Tolagnaro ist die südlichste Stadt der Insel. Die Strassen sind jedoch so schlecht, dass Sie vom restlichen Land wie abgeschnitten ist.

In der nächsten Zeit wurden die umliegenden Strände der Stadt ausgekundschaftet und mit Locals den Kontakt gesucht.
Ein gutes Gefühl wieder mal durch den Wind angetrieben übers Wasser zu gleiten, ein Danke an Naishsails und Carved Kiteboarding für die Unterstützung.
Da wir kein Transportmittel hatten, gingen wir eigentlich alles zu Fuss und schleppten unser Material auf den Schultern.

Die Voraussetzungen waren schwierig im Süden von Madagaskar, das Meer chaotisch und der Wind sehr böig. In den menschenleeren Buchten mit dem glasklaren Wasser kann man sich die Bedingungen aussuchen, von On- bis Sideonshore ist fast alles zu finden, aber wie bereits erwähnt, leider nicht sehr beständig. Laut Aussagen von Leuten die hier leben soll der Wind weiter westlich jedoch konstanter sein.
Durch Zufall lernten wir einen pensionierten Franzosen kennen der einen 4x4 besass. So kam es, dass wir ihn überreden konnten, uns weiter westlich zum Lac Anony zu fahren und nach einer Woche wieder abzuholen.

In den nächsten Tagen besorgten wir uns alles Notwendige auf dem lokalen Markt. Verglichen mit den Läden zu Hause in denen man alles Nötige findet, dauerte dies hier seine Zeit, wie alles in diesem Land.
In der Morgendämmerung ging es Richtung Westen auf zum Lac. In den verschiedenen Dörfern wurden wir von den Leuten die dort wohnen nur komisch gemustert. Sie konnten wahrscheinlich unser Gepäck nicht einordnen, doch wissen wir nicht, ob nun sie oder wir mehr staunten.
Dort angekommen reichte es noch für eine kleine Nachmittagssession. Nachdem wir unser Zelt gestellt hatten musste noch mit dem „Chef de Quartier“, sozusagen der Häuptling der Region, die Sache geregelt werden. Für 5000 Ariary, umgerechnet zirka CHF 3.30, war dies ein billiger Zeltplatz für eine Woche.
An diesem Ort, fernab von Elektrizität und fliessendem Wasser trafen wir auf Menschen, die mit dem absolut Notwendigsten leben. Sie empfingen uns mit unseren Sportgeräten jedoch mit Freude, obwohl wir uns mit ihnen nicht verständigen konnten.
Die Leute von den Dörfchen um den See sprechen nur Malagassi und kein Französisch. Jedoch konnte trotz der Sprachbarriere dennoch getauscht werden, so zum Beispiel Trinkwasser von uns gegen Süsskartoffeln oder Zuckerrohr von ihnen.
In verschiedenen hohen Dünen eingebettet liegt der nicht sehr grosse See Anony.

Der Wind war wirklich konstanter als in Fort Dauphin. Leider bot das Meer an dieser Stelle nicht die gewünschten Bedingungen, so dass wir im salzigen See surften.
Diese Woche war ein unvergessliches Erlebnis für uns. Ich denke sogar, dass die Fischer von den Dörfern uns nicht so schnell vergessen werden.
Da wir mit dem Franzosen sozusagen einen Taxifahrer hatten, konnten noch andere Strände ausprobiert werden wie zum Beispiel St. Luce oder Shipwreck Beach in der Nähe von Fort Dauphin.

Vor allem St. Luce ist ein sehr spezieller Ort, allein die Brücke ist sehenswert. Diese wird mittels Wegzoll von 4000 Ariary bei jeder Passierung neu repariert, dasselbe gilt für den Rückweg. Der Spot ist ebenfalls speziell, eine ganze Bucht nur für uns.


Der Norden

Nach einem wind- und wellentechnisch eher mässigen ersten Monat führte der Weg wieder über die Hauptstadt ins Zentrum des Landes in den Norden nach Diego Suarez auch \"Antsiranana\" genannt.

Nahe dieser Stadt liegt der populärste Spot von Madagaskar, „Baie de Sakalava“.
Mit fast 80 Tausend Einwohnern ist Diego die grösste Stadt des Nordens. In Diego findet man Menschen verschiedenster Kulturen, was das Stadtbild sehr prägt.
Die Stadt am Fusse des Pain de Sucre (Zuckerhut) war für uns die schönste Stadt des ganzen Landes.
Wieder entlang einer Sandpiste geht es zum windsichersten Spot des Landes. Er ist nicht weit vom Dorf Ramena entfernt wo ein weiterer Spot, das Mer d’emeraude liegt, dieser ist jedoch nur mit einem Boot zu erreichen.
Sakalava bietet sozusagen zwei verschiedene Reviere. Innerhalb des Riffs Flachwasser und am vorgelagerten Riff Wellen von klein bis gross - alles ist zu finden. Der Wind kommt Sideonshore und ist wie wohl im ganzen Land ein wenig böig. Dennoch haben wir hier fast perfekte Bedingungen angetroffen.

Zudem war es wieder möglich, direkt am Wasser zu campen. Nirgendwo mussten wir jemals Angst haben, dass etwas entwendet wird.
Gegessen wurde bei den dort ortsansässigen Fischern. Das Menü sah folgendermassen aus: Frischen Fisch mit Reis und manchmal sogar etwas Ähnliches wie Gurkensalat. Zum Dessert gab es eine Banane. Es schmeckte wirklich köstlich und für ca. CHF 3.- war das ganze ein Freundschaftspreis.

Die Zeit, die wir hier verbrachten, war super. Einerseits die optimalen Windbedingungen, andererseits war Diego Suarez aus unserer Sicht die schönste Stadt von Madagaskar.

Am Abend war ebenfalls noch etwas los. Es hatte Restaurants, aber auch direkt auf der Strasse konnte gegessen werden. Natürlich bekam uns das Essen von der Strasse manchmal weniger gut, aber das ist wohl normal in einem Dritteweltland. So kann es also durchaus vorkommen, dass man für einen Tag flach liegt.
Nach dem Superaufenthalt in der Region rund um Diego war es Zeit, etwas Neues zu sehen. Wir machten uns mit einem 4x4 Minibus auf den Weg in Richtung Iharana auch „Vohemar“ genannt.
Es war eine Tagesreise, aber das waren wir nach ca. 1 ½ Monaten in Madagaskar gewohnt.
Die Strasse nannte sich Nationalstrasse, doch nicht zu vergleichen mit einer im westlichen Stil.
Wir passierten stecken gebliebene LKWs und andere Gefährte die eine Panne hatten. Wir selber hatten Glück und erreichten Vohemar in der Dämmerung.
Wie immer liess sich auch hier über den Preis der Unterkunft reden.
Am nächsten Tag ging es mit dem gesamten Material auf Spotsuche. Dies erwies sich jedoch schwieriger als anfänglich angenommen. Da der Wind fast überall zu auflandig war und die Wellen voll chaotisch brachen, suchten wir lange nach einem geeigneten Ort. Zum Glück hatten wir einen 4x4, denn damit war es auch durch sandige Wege kein Problem. Doch der Ort, an dem Windsurfen und Kiten möglich gewesen
wäre, hätte nur zu Fuss erreicht werden können. Da es schon Mitte Nachmittag war, entschieden wir uns, noch in der Nähe der Stadt etwas zu suchen. Wir staunten nicht schlecht als wir ganz in der Nähe unserer Unterkunft auf die wohl cleanste rechte Welle trafen die wir im ganzen Land gesichtet hatten. Das ganze noch mit Sideshorewind.
So bauten wir schnell unser Zeug auf und genossen die perfekten Bedingungen. Es war eine super Session und dauerte bis zum Sonnenuntergang.
Diese Welle war wirklich der absolute Hammer und wir hatten sie nur für uns alleine, nicht wie in Brasilien oder sonst irgendwo.

Wir hofften natürlich, dass die nächsten Tage genauso gut werden wie dieser, doch es sollte anders kommen. Ich wurde wieder von einer Krankheit heimgesucht die mich für zwei Tage ausser Gefecht setzte. Der Wind liess mit den Tagen dann auch nach.
So entschieden wir uns weiter in Richtung Süden nach Sambawa, der Vanille-Hauptstadt, zu fahren. Die ganze Stadt roch nach Vanille, ein extremer aber herrlicher Geschmack.
Leider war dort der Wind auch nicht besser, so wie wir es eigentlich vermutet hatten. Je weiter wir der Vanille-Küste
entlang Richtung Süden fuhren, desto weniger Wind hatte es.

Unser Plan war, nicht den gleichen Weg in die Hauptstadt zu wählen auf dem wir angereist waren. So entschieden wir, durch den Masoala Regenwald zu wandern und via Ile Saint Marie wieder nach Antananarivo zu kommen. Unser Material gelangte mit dem Auto wieder auf demselben Weg zurück in die Hauptstadt auf dem wir gekommen waren.
So fuhren wir nach Antalha, die letzte Stadt die auf Strassen zu erreichen war. Von dort aus ging es zu Fuss durch den Masoala Regenwald.

Wir liefen in etwa 120 km auf kleinen Wegen und passierten Flüsse und ganze Reisfelder. Jedoch war nicht immer ein Weg zu sehen, so dass wir uns auch mal verliefen…. Kaum zu glauben, dies war Bestandteil der Route Nationale 6.

Wie wir dem Verhalten der Einheimischen anmerkten war die Route die wir wählten nicht die touristische Route, jedoch waren wir im Gegensatz zu anderen auch ohne Guide unterwegs. Es war schon lustig wenn man bedenkt, dass ein ganzes Dorf zusah als wir am Abend im Fluss badeten. Die fünf Tage die wir erleben durften waren sehr eindrücklich, es war Drittewelt pur - jedoch unvergesslich.
Es war schön, als wir wieder in etwas zivilisierterem Gebiet in Maroansetra ankamen.

Für die Weiterreise wählten wir den Seeweg, mussten jedoch zwei Tage warten bis das Schiff den Hafen verliess. Es waren elf harte Stunden auf diesem Boot, das für die grossen Ozeanwellen viel zu klein war. So war es nicht zu verhindern, dass der eine oder andere seekrank wurde.

Auf dieser Insel Saint Marie sollten wir die schönsten Strände von ganz Madagaskar sehen, und so war es auch….
Es waren traumhafte Tage an den weissen Stränden der kleinen Tochterinsel “Ile de Nantes“. Von den ortsansässigen Fischern genossen wir noch den letzten frischen Fisch direkt aus dem Meer.
So endeten diese zwei wunderbaren Monate in einem Land das noch voll in der Entwicklung steht. Es war eine sehr spezielle Zeit, mit Erlebnissen, die wir nicht mehr so schnell vergessen werden. Eine Insel mit wirklich guten Bedingungen um Sportarten wie Windsurfen und Kitesurfen zu betreiben. Natürlich ist auch vieles schwieriger als an Destinationen wie Hawaii oder Mauritius. Doch genau das macht den Unterschied, es ist durchaus möglich, dass man beinahe alleine auf dem Wasser ist.

Hang Loose…



Uebersicht unseres Trips
Eindruecke aus der Hauptstadt
An der Taxibroussestation
Unterwegs mit dem Taxibrousse in den Sueden
Materialtragen in FortDolphin
Eingeladen bei Einheimischen
Nette Einheimische...
Lac Anony...

20.09.2007Masoala - St. Marie
Alles geht einmal zu ende...
Sumpfweg Route National 6
Fleischhaendler auf dem Weg nach Maroancetra
Unser Boot nach St. Marie
Schiffskueche...
Piroge in St. Marie
Strand Iles aux Nates
Sonnenuntergan auf Iles aux Nates
ohne Worte

16.09.2007Vohemar - Masoala

Vohemar
Windsurfen in der Welle bei Vohemar
Kiten in Vohemar
Sonnenuntergang nach gelungener Session
Lemur mit anderem komischem...
Hotel im Masoala Regenwald
Unterwegs in Masoala
Passieren eines Flusses in Masoala

12.09.2007Sakalava nach Vohemar

Taeglicher frischer Fisch in Sakalava
Essen bei den Fischern
Bootsbauer in Sakalava
Abendessen auf der Stasse in Diego
Auf dem Weg nach Vohemar
Doefchen unterwegs...
Steckengebliebener LKW
Passieren eines Brueckens unterwegs nach Vohemar

Sport Action Blog Einträge zu dieser Reise

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