Santa Maria

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Santa Maria Spots

Name

Spass

Wind

Welle

Strand

Sal - Santa Maria
Meist Nordost, 4 ...Dünungswelle bis ...Sandstrand - teil...

Beschreibung Ort Santa Maria

Ein kleiner Reisebericht über Santa Maria auf Sal / Kapverden

Alle Bilder auf www.ueberwachen.ch/kapverden

Anreise / Buchung

Wir waren vom 5. - 19.12.2011 auf den Kapverdischen Inseln, genauer auf Sal,
in Santa Maria, im Hotel da Luz.

Unser Ziel: Möglichst viele Windtage mit Kiten auf dem Wasser zu verbringen! ;-)

Gebucht hatten wir bei Sven von Surfbude.de. Hier nochmals herzlichen Dank für
die vielen Infos und die aufmerksame Betreuung! Geflogen sind wir mit Hello-Air
von Basel aus. Abflug war morgens um 7 Uhr, was für uns Aufstehen um 3:30 Uhr
bedeutete! Die Belohnung war dann die feine Verpflegung im Flugzeug. Nach kurzer
Zwischenlandung in Boa Vista sind wir dann bei strahlendem Wetter mit Südseefeeling
auf Sal gelandet. Dort wurden wir von einer Mitarbeiterin von CITS erwartet und, nach
Bezahlung einer Visumsgebühr von Eur 25, ins Hotel da Luz gefahren.

Hotel Da Luz

Darauf, dass das Da Luz sehr einfach ist, waren wir vorbereitet. Beim Anblick eines
ersten dunklen Zimmers im Erdgeschoss haben wir dann doch kurz geschluckt und
postwendend etwas Helleres verlangt. Das haben wir dann im ersten Stock erhalten
und waren damit für die Ferienzeit auch einigermassen zufrieden. Zu erwähnen ist
aber doch, dass wir die Matratzen aufeinandergelegt und uns mit einem Bett begnügt
haben, weil wir sonst den Lattenrost gespürt hätten. Für die Benutzung des im Wand-
schrank verschraubten Tresors haben wir ebenso wie für den im Zimmer vorhandenen
kleinen Kühlschrank 15 Eur bezahlt.

Schon bei der Anfahrt durch Santa Maria erkennt man: Hier wird gebaut. Die kleine
Stadt ist bis auf den Kern eine einzige Baustelle. Vor unserem Zimmer wurden an-
dauernd neue Gehsteige gepflastert und quitschende Bagger gaben sich die Raupe
in die Hand. Das hat uns aber nicht weiter gestört, weil wir tagsüber ja sowieso am
Strand waren. Gewöhnungsbedürftig war für uns aber, dass die Fenster im Da Luz
praktisch in allen Zimmern blind sind und keine Sicht nach draussen erlauben. Die
Gitter vor den Fenstern machen das Ganze auch noch ein wenig dunkler.

Das Da Luz ist klein und familiär geführt. Für örtliche Verhältnisse macht es einen
alten, aber sauberen Eindruck. Die freundliche Betreiberfamilie gibt sich Mühe,
erreicht aber natürlich nie den Standard, welchen wir Mitteleuropäer gewöhnt sind.
Z.B. sind WC-Bürsten offenbar Mangelware und unser WC leckte. Glücklicherweise
nur mit klarem Wasser. Walther, der Junior des Hauses, hat sich zwar redlich be-
müht, mit Kit zu dichten, hat's aber nicht hingekriegt. Lästigerweise hatten wir dann
bis Ende Ferien immer eine Wasserlache um die WC-Schüssel. Die Klimaanlage,
welche sich das für einen Tag abgeguckt hatte, war dann aber sonderbarerweise
während den ganzen Ferien ohne Wassertropfen in Betrieb. Apropos Wasser: Wir
hatten bis auf einen Tag immer warm Wasser zur Verfügung. Beim Duschen muss
man halt flexibel sein. Wenn der Nachbar die Temperatur verändert oder die WC-
Spülung betätigt, dann muss man schnell sein mit Nachregulieren! ;-) Und man
darf hoffen, einen rücksichtsvollen Nachbar zu haben, denn die alten Schlösser
werden fast von allen mit lautem Knall ins Schloss gezogen. Auch mitten in der
Nacht.
Ueberhaupt sind die Zimmer sehr hellhörig und es empfiehlt sich, Ohrenstöpsel
mit zu nehmen. Auch des in der Nacht fast ununterbrochen nervenden Hundegebells
wegen. Hunde sind in Santa Maria praktisch an jeder Ecke anzutreffen. Tagsüber
schlafen sie, in der Nacht bellen sie! ;-)

Frühstück

Das Frühstück im Da Luz, welches wir ausschliesslich gebucht hatten, war anfangs
eigentlich OK. Mit der Zeit und gegen Ende Ferien habe ich mich immer mehr auf
die von zu Hause gewöhnte Abwechslung gefreut. Das Da Luz Frühstück besteht zur
Hauptsache aus Brot und Käse und einem Formschinken. Anfangs hatten wir den
Butter noch normal in kleinen Portionen. Irgendwann ist er ausgegangen und alle
Tische haben eine 250Gr.-Margarine erhalten. Die ist dann natürlich irgenwann sehr
weich geworden und dass jeder irgendwie darin rumgestochert hatte, hat es nicht
appetitlicher gemacht! Ich finde, das geht gar nicht. Konfitüre: Anfangs noch Erd-
beere und Orange, nachher nur noch Orange. Abwechselnd auch Früchte wie Me-
lone, Papaya und Banane. Abwechselnd auch Spiegeleier, meist aber nur noch lau-
warm, da das Behältnis nicht beheizt wurde. Das Brot war übrigens OK. Zum Ganzen
erhielt man viel zu süsse Fruchtsäfte aus Dispensern, Müesli aus Dispensern, Tee,
Kaffee, etc. und Kuchen. Dieser war gar nicht schlecht!

Kiten / Windsituation

So, nun aber zur Hauptsache, dem Kiten. Am ersten Tag haben wir uns natürlich
sofort mit Windmesser auf den Weg zum Strand gemacht. Dieser liegt 5 Gehminu-
ten vom Da Luz entfernt. Ein wunderschöner, feinsandiger Strand, welcher vor dem
Pezi Huber-Center liegt. Leider ist der Wind dort schräg ablandig, was für uns aus
Sicherheitsgründen nicht in Frage kam. Irgendwie habe ich das zu Hause bei der
Planung nicht realisiert, dass wir dort nicht wirklich sorglos kiten können. Auch
andere Kiter hat es in dieser Ecke der Bucht nicht, sondern hauptsächlich Wind-
surfer, welche sich im Notfall noch auf dem Brett liegend und paddelnd ans Ufer
retten könnten. Die Kiter sind ganz am anderen Ende der Bucht, vor dem Oasis
Belorizonte. Dort kommt der Wind parallel bis leicht auflandig an und wenn man
nicht zu weit rausfährt, hat man noch die Chance, sich im Notfall an der vordersten
Spitze an den Strand zu retten. Vor dem Belorizonte ist auch der Club Mistral,
welcher über ein motorisiertes Schlauchboot verfügt, mit welchem immer wieder
mal ein Schüler wieder reingeholt wurde.

Der Strand vor dem Oasis Belorizonte ist für's Kiten fast perfekt. Er ist so lang, dass
man sich, im Gegensatz zum Kitebeach, nicht gross in die Quere kommt und er ist
doch einigermassen sicher und die Brandung ist auch für Aufsteiger noch zu über-
winden. Wir hatten bis auf 2 Tage immer Wind. Hauptsächlich haben meine 85 Kg
den 12-er Convert mit einer 160cm TransDoor gefahren. An ca. 2-3 Tagen hatten
wir Wind für den 9-er und ein 145cm Brett. Mit diesem Material haben wir es ge-
schafft, praktisch immer zu fahren und unsere Höhe praktisch immer zu halten. Im
Gegensatz zu vielen Anderen, welche mit kleinen Brettern zu Fuss und am Strand
Höhe gelaufen sind.

Das Oasis Belorizonte ist vom Da Luz ca. 15-20 Gehminuten durch den Ortskern
von Santa Maria entfernt. Obwohl die Taxis für diese Strecke nur ca. 2-3 Eur ge-
kostet hätten, sind wir immer zu Fuss gegangen. Unterwegs haben wir immer beim
Gelati und beim Bäcker halt gemacht! ;-) Wir denken, dass wir durchaus wieder
dorthin verreisen, werden dann aber einfach in der Nähe der Kitezone vor dem
Oasis Belorizonte buchen.

Internet / TV

Der TV im Da Luz hat nichts gekostet, hat aber auch nur ZDF und SAT1 geboten
und immer wieder mal das Eine oder Andere Empfangsproblem gehabt. Wie wir
erfahren haben, ist das aber auf Sal normal und auch in anderen, teureren Hotels
gab's nur eingeschränkte Auswahl bzw. nicht mehr als 2 deutsche Sender.

Im Da Luz gibt's kein Wlan und nur einen Desktop ohne Headset, welchen wir bei
er einmaligen Benutzung als normal schnell empfunden haben. Die wohl kapver-
dische Logik bei der Preisgestaltung der Internetbenutzung (siehe Bilderlinks) hat
uns dann in die Arme eines sehr freundlichen türkischen Internet-Cafe-Betreibers
getrieben, welcher sein Lokal zwischen Polyvalente und Fund do Mar (siehe Bilder-
links/Karte Santa Maria) in einer ruhigen Umgebung betreibt. 20 Minuten an einem
Laptop mit Headset und funktionierender Skype-Installation kosten dort 50 Cents.
Es hat in der Stadt auch verschiedene andere Internet-Cafes. Teils aber mit etwas
heruntergekommenem Equipment und an lärmigen Ecken. Wlan-Bereiche haben
wir beim Barracude angeschrieben gesehen und auch auf dem Dorfplatz muss
wohl Wlan vorhanden sein, weil dort immer wieder Leute mit Laptops sassen.

Verpflegung

Da müssen wir uns wohl schämen, weil wir nie Fisch gegessen haben. Ich mag
Fisch nicht wirklich. Und nachdem wir im Carrangeljo eine wirklich hervorragende
Pizza in sauberer und gemütlicher Umgebung serviert erhielten, haben wir dieses
kleine Restaurant zu unserem Favoriten gemacht. Eine Prosciutto kostet dort 750
Escudos.

In der Bäckerei haben wir uns des Oeftern mit frischem Gebäck versorgt. Schoko-
lade- oder Cocos-Stullen kosten dort 100 Escudos. 2 Kugeln wirklich feines Gelati
gibt's bei Cafe Biko für 200 Escudos.

Uebrigens: Direkt beim Da Luz gibt's einen Mini-Mercado für Getränke, Brot,
Früchte und kleinere Einkäufe. 3 dl Cola-Zero, 90 Esc, 10 dl Mineralwasser, 70
Esc.

Geldwechsel

Escudos, die einheimische Währung, sind offenbar Mangelware! Man kann zwar
überall mit Euros bezahlen, die Händler machen sich dann aber sehr gerne zu
Doppelverdienern und nehmen einen Kurs von 1:1 anstatt des Einheitskurses von
110 Esc für 1 Euro. Bei unserer Ankunft im Da Luz hat man uns lobenswerterweise
für 100 Euro 11000 Escudos gewechselt. Wir wollten das dann zweimal wieder-
holen, wobei dann leider jedesmal offenbar nicht gewechselt werden konnte.

Im Oasis Belorizonte haben wir zum Kurs von 105 gewechselt, in einer Bank
wollte man für 20 Euro eine Gebühr von 5 Eur. Gemäss der Auskunft der sehr
freundlichen Dame beim Tourist-Info Stand, gibt's anscheinend auch eine Bank,
welche ohne Gebühr für 110 wechselt. Die haben wir dann aber nicht mehr benö-
tigt.


Wir hoffen, wir haben mit diesen Infos ein wenig dazu beigetragen, sich in Santa
Maria von Anfang an ein bisschen besser zu orientieren und wünschen allen
unseren Nachfolgern wunderschöne Ferien!


Harry & Brigitte



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