Zur Lage und Größe:
Der Dümmer See oder kurz Dümmer, ist der zweitgrößte See Niedersachsens. Er hat eine Größe von 16 qkm und einen Umfang von ca. 18 km.
Der Dümmer liegt zwischen den Dammer Bergen und dem Stemweder Berg ca. 45 Autominuten von Osnabrück und ungefähr eine Autostunde von Bielefeld entfernt direkt an der B 51. Die einzige Surfeinsatzstelle ist in Hüde. Diese ist schon an der B 51 ausgeschildert. In Lembruch kann man nur noch mit einer Mitgliedschaft in dem ansässigen Surf-Club in das Wasser.
Zu den Orten:
Hüde hat neben der Surfeinsatzstelle noch mehr zu bieten. Nur 200 Meter neben der Surfeinsatzstelle ist eine Badebucht. An dieser Badebucht hat es in 2004 und 2005 in den Sommermonaten eine Beach-Bar namens „Bar düMar“ gegeben, von der man beim Cocktail einen wunderschönen Blick auf den Sonnenuntergang hat. Nur 350 Meter in gleicher Richtung von der Surfeinsatzstelle entfernt gibt es für die Kleinen einen schönen Abenteuerspielplatz. Sollte das Wetter mal gar nicht mitspielen, kann man einen Shoppingausflug nach Diepholz machen oder in das in Hüde gelegenen Hallenbad gehen.
In Lembruch (ca. 5 km von Hüde entfernt) gibt es einen Minigolfplatz. Interessant könnte auch eine Fahrt mit dem Rundfahrtboot sein. Dann kann man auch als Nicht-Surfer den ganzen See kennenlernen und bei Wind den Surfern vom Wasser aus zugucken. Natürlich gibt es in Lembruch und Hüde auch Tretboot- und Ruderboot-Vermietungen.
Zum Surfen:
Die Surfeinsatzstelle bietet eine große Wiese zum aufriggen und eine Surfschule direkt am Wasser. Abgesehen von Hafeneinfahrten (aber da kann ich bei 1,85 m Köpergröße auch noch stehen) ist der Dümmer überall stehtief. Das schätzen nicht nur die Anfänger. Aber keine Angst, der Dümmer ist überall tief genug um normale Finnen fahren zu können. Grundsätzlich ist jede Windrichtung am Dümmer surfbar, jedoch ist der ablandige Ostwind eher ungünstig.
Da kann es schon mal passieren, dass man wegen der Windabdeckung die Stehtiefe nutzen muss und die letzten hundert Meter zu Fuß zurücklegt. Ansonsten sind von Süd über West bis Nord alle Windrichtungen gut fahrbar. Oftmals baut sich eine kleine kabbelige Windwelle auf, über die man schön Springen kann. Am schönsten zum Springen ist der leider seltene Norwestwind. Dann laufen einem die Wellen über den ganzen Dümmer direkt vor den Bug. Freerider haben genug Platz und Auslauf um kleine Rennen auszutragen. Im Normalfall (bei SW- oder W-Wind) geht einem nicht zu schnell das Wasser aus
Wichtiges:
Am Dümmer und Steinhuder Meer besteht die Surfscheinpflicht, die auch von dem Wasserschutzpolizisten kontrolliert wird. Sehr wichtig ist mir, dass die durch weiße Bojen gekennzeichneten Naturschutzgebiete beachtet werden. Leider gibt es immer wieder Surfer, die diese Bojen als Halsenböje benutzen oder sogar quer durch die Naturschutzgebiete heizen. Das wird dann wieder von den ansässigen Naturschützer gesehen und die haben wieder einen Grund, um gegen uns Surfer zu wettern. Des Weiteren gibt es am Dümmer See, wie auch am Steinhuder Meer, ein Winterbefahrensverbot. Vom 1. November bis zum 31. März ist der See für Segler und Surfer gesperrt. Auch dieses sollte beachtet werden, da sonst Geldstrafen drohen.
Bitte beachtet diese Regeln, denn sonst gibt es immer wieder Ärger zwischen den Naturschützern und den Wassersportlern. Und wenn dies zu weit ausgereizt wird, könnte es passieren, dass der schöne Dümmer über kurz oder lang ganz für Surfer gesperrt wird. Deswegen sollten wir darauf achten, dass wir keinem einen Grund geben um auf uns ärgerlich zu werden und die Natur zu respektieren, denn ohne die Natur könnten wir unseren Sport nicht ausüben. Aber nun genug mit dem ausgestreckten Zeigefinder gewedelt.
Wer zum Dümmer kommen möchte ist jederzeit willkommen und kann sich vor Ort auch an der Surfschule oder bei den Surfern erkundigen. Denn wie auch ich, sind sehr viele Surfer schon seit Jahren dort und helfen gerne weiter, damit wir immer wieder schöne Stunden und Tage auf dem Wasser genießen können.