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Selina Jörg und Simon Schoch siegen im ersten Parallel Slalom nach der WM

28.01.2007
Überraschungs- und Favoritensiege in Nendaz: Selina Jörg (GER) und Simon Schoch (SUI) haben den sechsten Parallel Wettbewerb des NOKIA Snowboard FIS Weltcups für sich entschieden.
Selina Jörg und Simon Schoch siegen im ersten Parallel Slalom nach der WM | Soulrider.com

Im Parallel Slalom in Nendaz, Schweiz, setzte sich Selina Jörg vier Tage nach ihrem 19ten Geburtstag im Finale der Frauen erfolgreich gegen die amtierende PSL-Weltmeisterin Heidi Neururer (AUT) durch. Dritte wurde die Weltcup-Führende Doresia Krings (AUT) vor Patrizia Kummer (SUI). Bei den Männern bewies einmal mehr Simon Schoch seine Klasse. Im sechsten Rennen der Saison schaffte es der Weltmeister zum sechsten Mal aufs Podium und sicherte sich heute den dritten Sieg, nachdem er im Finale der Herren von einem Sturz seines Kontrahenten Mathieu Bozzetto (FRA) profitiert hatte. Im Kampf um Platz drei überquerte Matthew Morison aus Kanada die Ziellinie vor Siegfried Grabner (AUT) und feierte somit seine erste Platzierung auf einem Weltcup-Podium.

„Das ist der Hammer“, jubelte Selina Jörg nach dem Rennen. Die Sonthofenerin konnte es selbst kaum glauben, dass sie in ihrem zweiten Weltcup-Finale gleich zum ersten Weltcup-Sieg gestürmt war: „Ich war schon froh, überhaupt ins Finale gekommen zu sein. Nachdem ich dann in den Top-8 war, war mir alles egal, und ich habe Gas gegeben. Ich habe mir mein schönstes Geburtstagsgeschenk selbst gemacht.“

Obwohl sie erneut ihren ersten Sieg in einem Weltcup-Rennen verpasst hatte, zeigte sich Heidi Neururer sehr zufrieden und als faire Sportsfrau: „Ich freue mich riesig über den zweiten Platz. Ich habe mich gesundheitlich überhaupt nicht gut gefühlt. Aufgrund des Schnupfens und der leichten Erkältung war ich gestern schon recht müde. Aber das soll Selina's Leistung nicht schmälern.“

Der Weltcup-Führende aus der Schweiz, Simon Schoch, sagte nach seinem dritten Saisonerfolg: „Bis auf meinen ersten Finallauf gegen Mathieu Bozzetto ist es bei mir super gelaufen heute. Aber da er danach selber gestürzt ist, war es für mich recht einfach, zum Sieg zu fahren. Es war ein perfekter Tag auf einer perfekten Piste. Mein Ziel ist jetzt, auch in jedem der letzten Rennen eine Podiumsplatzierung zu erobern.“

Das heutige PSL Podium:

Damen                                     Herren

1. Selina Jörg (GER)                 1. Simon Schoch (SUI)
2. Heidi Neururer (AUT)              2. Mathieu Bozzetto (FRA)
3. Doresia Krings (AUT)             3. Matthew Morison (CAN)

Die Schweizer FahrerInnen konnten sich wie folgt platzieren:

4. Patrizia Kummer (Mühlebach)
21. Fränzi Kohli (Steffisburg)
38. Yvonne Schütz
1. Simon Schoch (Steg)
5. Roland Haldi (Schönried)
8. Heinz Inniger (Frutigen)
13. Marc Iselin (Zürich)
16. Gilles Jaquet (Neuchatel)
27. Louis Schnidrig (Gunten-Sigriswil)
32. Hans Reichen (Adelboden)
34. Nevin Galmarini
38. Urs Eiselin (Udligenswill)
42. Marco Lys
43. Stefan Weber
44. Andri Krättli
46. Martin Burn
47. Marc-Roland Zürcher

DNF Hans-Rüdi Ammann
DNF Kaspar Flütsch

Weiter Fakten:

Anzahl Teilnehmer / teilnehmende Nationen: 60 Männer – 43 Frauen / 15 - 15

Wetter: sonnig, -8°C, beste Bedingungen

Weitere O-Töne:

Mathieu Bozzetto, Frankreich, Zweiter: „Ich bin mit dem zweiten Rang schon zufrieden. Allerdings war es dumm, den Sieg durch einen Sturz zu verschenken. Ich wusste, dass es an der Stelle eisig war, aber meine Beine waren einfach zu müde. Aber ich bin froh, dass ich im Parallel Slalom endlich wieder auf dem Podium stehe.“

Matthew Morison, Kanada, Dritter: „Das ist der beste Tag in meinem Leben. Ich war noch nie so gut. Das ist der Wahnsinn. Ich habe mit diesem Ergebnis überhaupt nicht gerechnet.“



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