 | | Clemens Jezler aus Bern stylte sich auf den fünften Schlussrang, Bild Lorenz Holder |
 | | Joel Bächtold aus Hasliberg sprang mit stylishen und technischen Tricks auf den hervorragenden Rang 3, Bild: Lorenz Holder |
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Im sechsten Jahr der Snowpark Tour stieg das Finale erstmals in der Schweiz. Der Snowpark auf stolzen 2'800 Meter über Meer präsentierte sich in perfektem Zustand. Das Set-Up bestand aus einer Kickerline mit zwei Kickern und einer Quarterpipe. Zum Aufwärmen konnte man im Anlauf zum ersten Sprung noch zwischen zwei Rails auswählen. Dazu stand nebenan eine Box-Line, bestehend aus vier unterschiedlichen Slide-Boxen. «Der Park war super, die Kicker super smooth zu fahren. Saas-Fee hat einen tollen Park hingestellt», so der Sieger Snowboard, Patrick Huber. Freude hatten die Fahrer aber auch am sonnigen Wetter und daran, dass für sie alles kostenlos war.
Sie hatten kein Startgeldzu bezahlen und auch die Unterkunft konnte dank den Sponsoren Quiksilver und Atomic allen 70Teilnehmern offeriert werden. «Alle Fahrer waren in der gleichen Unterkunft untergekommen, ich habe viele neue Leute kennen gelernt. Die Snowpark Tour macht auch neben dem Park viel Spass», sagte die Gewinnerin Snowboard, Anais Cettou. Am meisten konnten sich die drei Kategoriensieger aber über ihre Preise freuen. Sie werden an prestigereiche Events eingeladen und bekommen Interviews in Fachmagazinen, was der Startschuss zu einer erfolgreichen Profikarriere sein kann. «Das ist der Wahnsinn, jetzt bin ich fürs European Open in Laax qualifiziert und kann gegen die weltbesten Fahrer antreten», so der Freeski-Sieger, Christoph Walchhofer.
Samstag: Freeskier und Snowboard-Girls
Tricks wie Cork 900er und 720ies in allen Variationen waren Standard bei den Freeskiern, die mit den Snowboard-Girls am Samstag durch den Park rockten. Die weitesten und sichersten 900er zeigte Christoph Walchhofer (Aut), dazu überzeugte er die Judges mit Underflips an der Quarterpipe. Aber auch die Schweizer fuhren Newschool Ski auf Topniveau. Joel Bächtold (Hasliberg), der dritter wurde, stand all seine Tricks butterweich. «Ich bin voll zufrieden, habe alles gezeigt, was ich wollte und alles gestanden.» Eine gute Vorstellung zeigte auch Silvan Jäger (Chur) als vierter. Insbesondere auf den Rails, auf denen er klar die schwierigsten Slide-Variationen zeigte. «Ich wollte unter die ersten fünf kommen, und das habe ich geschafft.» Mit den Kickern kamen auch die Snowboard-Girls gut zurecht. Anais Cettou (Motiers) dominierte das Geschehen mit sauberen 360ies und sicheren Slides auf den Boxen. «Super, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich bin mega happy.» Als Belohnung darf sie am nächsten Roxy Chicken Jam mit den weltbesten Snowboard-Girls mit jamen.
Sonntag: Team-Battle Snowboard
Am Sonntag waren die Snowboarder dran, die in Teams gegeneinander antraten. Für sie hätten die Kicker etwas grösser sein können, doch ihren Spass hatten alle. «Gewiss, waren es nicht die grössten Kicker, dafür waren sie super sicher gebaut», erklärt Bernd Gutwenger vom Veranstalter Mellow Constructions. «Ich bin stolz und sehr froh, dass wir die ganze Tour inklusive Finale ohne schlimmere Verletzungen durchziehen konnten. Auch konnten wir trotz des schneearmen Winters alle zehn Tourstopps durchführen. Das spricht für die Snowpark-Standorte.» Ins Superfinale der besten vier Snowparks schafften es die Teams aus Lech, Flachauwinkl, Flumserberg und Saas-Fee. Was die Fahrer im Finale zeigten war Snowboard-Sport zum Geniessen. 900er und sogar einige 1080er beeindruckten auch die Judges. «Das hat richtig Spass gemacht zum judgen, ich bin überzeugt, dass man von diesen Fahrern noch einiges hören wird», sagte Chefjudge Christian Reinhard. Am Schlusskonnte das Team aus Lech jubeln. Sie hatten das Glück der Tüchtigen und brachten alle Läufe fehlerfrei herunter. Am kreativsten fuhr aber das Team aus Flumserberg. Die Crew, welche sich aus Fahrern aus der ganzen Schweiz zusammensetzte, nutzte den ganzen Park aus, sie zeigten auf den Boxen eine «Rapid-Fire-Show», bei der alle Fahrer kurz nacheinender über die Boxen slideten. Kobi Würsch (Nidwalden), Bastian Jauslin (Basel), Patrick Habegger (Zürich) und Clemens Jezler (Bern) machte es Spass und wurden mit Rang zwei belohnt. Das Team Saas-Fee inklusive den beiden Brüdern Matthias und Sebastian Bumann (Visp) wurde dritter.
Most Impressive Rider
Neben den Team-Battles gab es auch eine Einzelwertung. Auch da hatte einer aus dem Team Lech die Nase vorn. Zum begehrenswerten «Most Impressive Rider» wurde Patrik Huber (Aut) erkoren. Er darf nächsten Winter nach China ans Nanshan Open reisen. «Auf diese Reise freue ich mich schon jetzt. Momentan läuft es mir super, letzte Woche habe ich schon die Austrian Masters gewonnen und jetzt hier. Einfach perfekt.» Happy war auch Kobi Würsch, der zweiter wurde. «Es ist schon schade, dass ich knapp geschlagen wurde. Andererseits bin ich megafroh, dass ich wieder snowboarden kann, letzten Winter war ich verletzt und konnte nie aufs Brett. Zum Glück habe ich das boarden nicht ganz verlernt.» So waren am Sonntag alle froh und sehr müde. Die Fahrer vom vielen Boarden und Skifahren, die zahlreichen Helfer und Zuschauer von der Quick-Sessions Party im Popcorn, wo die Band The Flying He-She's und DJ Rocksy rockte. Weitere Infos, Fotos und Videos unter www.snowparktour.com
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